Baustoffe für die Gießformen

  • R. Genders
  • G. L. Bailey

Zusammenfassung

Vor mehr als einem Jahrhundert wurde das graue Gußeisen als Ersatz fur die früher gebrauchten Steinformen eingeführt. Seit dieser Zeit ist es das fast ausschließlich verwandte Material für die Gießformen aller Metalle geblieben. Gußeisen bietet den großen Vorteil der Haltbarkeit, der Billigkeit und der leichten Gestaltung von Gußstücken mit glatter Oberfläche. Dennoch kann es nicht als ein vollkommenes Material für Formen betrachtet werden, da sich schon häufig nach kurzer Lebens-zeit an seinen inneren, arbeitenden Flächen Risse bilden. Ein weiteres störendes Merkmal des Gußeisens ist die Neigung, bei Überhitzung Gase zu entwickeln, die dann die als „Bläser“ („blowing“) bekannten Fehlstellen an den Gußstücken hervorrufen (siehe S. 18). Ein außergewöhnliches Musterbeispiel einer solchen Fehlstelle ist in Abb. 68 an einem Block von 70/30 Messing zu sehen. Sie kommt besonders an der während des Gießens sich bildenden Auftreffstelle des Strahles an der Formwand vor und ist gewöhnlich bei der Messingherstellung nach den handelsüblichen Methoden, also bei Verwendung einer Formentünche aus vergasbarem, kohlenstoffhaltigen Material nicht bedenklich. Dagegen begegnet man dieser Störung häufiger bei höher schmelzenden Legierungen, wie etwa Neusilber („nickel-silver“) mit einem Nickelgehalt von 25 bis 30% (1).

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Schrifttum

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1936

Authors and Affiliations

  • R. Genders
    • 1
  • G. L. Bailey
    • 2
  1. 1.Metallkundegerichteten Forschung in dem Research DepartmentWoolwichUK
  2. 2.British Non-Ferrous Metals Research AssociationWoolwichUK

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