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Die Geschichte des Messings und die Entwicklung des Gießens von Messingblöcken

  • R. Genders
  • G. L. Bailey

Zusammenfassung

Das natürliche Vorkommen der Metalle in freiem Zustande führte zu ihrer ersten Anwendung durch den Menschen. Die Verbreitung gediegenen Kupfers war in früheren Tagen viel ausgedehnter als jetzt, und die Menschen dieser Zeit gebrauchten es für ihre rohen Werkzeuge und Waffen, indem sie mit Steinhämmern kleine Klumpen davon in die gewünschte Form brachten. Man hat derartig hergestellte Gegenstände gefunden und schreibt ihnen eine Entstehungszeit bis zu 4500 Jahren vor Christi Geburt (1) zu. Dabei ist es unzweifelhaft, daß eine lange Zeit, in der nur diese Verarbeitungsart angewendet wurde, dem wirklichen Schmelzen und Gießen des Metalls vorangegangen ist. Die Entdeckung, daß Kupfer im Feuer geschmolzen werden, und die spä0tere und weitaus wichtigere Entdeckung, daß es aus bestimmten Gesteinsarten durch Erhitzen derselben ausgeschmolzen werden konnte, geschah wahrscheinlich zufällig und mag von einer Anzahl verschiedener, nach Zeit und Raum getrennter Völker unabhängig voneinander gemacht worden sein. Dabei wichen in verschiedenen Gegenden die verwendbaren Erze merklich voneinander ab, und die vorhandenen Beimengungen gelangten zum Teil in das Kupfer. Auf diese Weise wurden rein zufällig verschiedene Legierungen geschaffen. So enthielt ägyptisches Kupfer gewöhnlich Arsen, deutsches Nickel und indisches Zink, ungarisches Antimon usw. In manchen Gegenden traf es sich zufällig, daß Zinn sich dem Kupfer zugesellte. Deshalb war auch in den Anfängen des Kupfer-ausschmelzens die Erzeugung schwach zinnhaltiger Bronzen nicht selten.

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Schrifttum

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1936

Authors and Affiliations

  • R. Genders
    • 1
  • G. L. Bailey
    • 2
  1. 1.Metallkundegerichteten Forschung in dem Research DepartmentWoolwichUK
  2. 2.British Non-Ferrous Metals Research AssociationWoolwichUK

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