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Symbiose und verwandte Erscheinungen

  • Martin Hering
Part of the Biologische Studienbücher book series (BIOLSTUD OBA, volume 3)

Zusammenfassung

Nicht immer lassen sich die Vorgänge im Zusammenleben zwischen zwei Arten einwandfrei deuten. In manchen Fällen ist es klar ersichtlich, daß zwischen ihnen irgendwelche nahen Beziehungen bestehen, in andern kann man aber nur von einem gleichzeitigen Vorkommen am gleichen Ort sprechen. Wir bezeichnen als Symbiose das Zusammenleben von zwei Tieren (oder Pflanzen) miteinander oder das von einem Tief und einer Pflanze, bei dem jeder der beiden Partner einen Vorteil daraus genießt. Wir wollen sehen, wie weit wir bei den Raupen oder den Imagines der Schmetterlinge echte Symbiose oder die Vorstufen zu einer solchen feststellen können. Im vorhergehenden Kapitel ist schon auseinandergesetzt worden, wie weit die Beziehungen der Raupen zu den Ameisen unter den Begriff der Symbiose fallen, so daß wir diese Verhältnisse nicht weiter zu betrachten brauchen. Wir wollen einen Unterschied in den Beziehungen von Tier zu Tier oder von Tier zu Pflanze hier nicht hervorheben, weil bei gewissen tiefstehenden Lebewesen, den einzelligen Protisten, eine solche Unterscheidung nicht immer möglich ist. Auch die cecidogenen Insekten, über die wir im fünfzehnten Kapitel gesprochen haben, bilden einen Anfang von symbiontischen Annäherungen. Wir wissen zwar nicht, wie die Pflanze in irgendeiner Weise davon profitieren kann, so daß man eher geneigt sein könnte, von Parasitismus zu sprechen, bei dem also der eine Partner sich auf Kosten des anderen entwickelt.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1926

Authors and Affiliations

  • Martin Hering
    • 1
  1. 1.Ƶoologischen MuseumUniversität BerlinDeutschland

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