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Der Flug der Schmetterlinge

  • Martin Hering
Part of the Biologische Studienbücher book series (BIOLSTUD OBA, volume 3)

Zusammenfassung

Als das die bisher betrachteten Tätigkeiten unterstützende Mittel muß der Flug der Falter in erster Linie genannt werden. Er dient dem Tiere dazu, seine Nahrungsquellen wie auch das andere Geschlecht aufzusuchen, und ermöglicht ihm, das durch die Sinnestätigkeit ihm vermittelte Objekt aufzusuchen oder (bei Gefahr) zu fliehen. Diese Eigenart des Falters steht im engsten Zusammenhange mit den als Flügel bezeichneten Extremitäten, die wir deshalb genauer betrachten müssen. Wir wollen uns kurz daran erinnern, daß im Verlaufe der Einzelentwicklung die Flügel zuerst anscheinend gänzlich fehlen, daß sie dann auch später noch nicht zu erkennen sind, und daß erst ganz plötzlich, wenn die Imago die Puppenhülle verläßt, die Flügel da sind und nur entfaltet zu werden brauchen. Das ist nicht bei allen Insekten so. Bei den Libellen sieht man z. B., daß schon die Larve kleine Flügelstummel besitzt, daß diese dann bei dem fortschreitenden Wachstum immer größer werden, und daß endlich aus dem letzten Stadium ein fertig geflügeltes Insekt hervorgeht, das von der vorhergehenden Phase nur durch die Größe und Funktionsfähigkeit seiner FJügel unterschieden ist. Wir nannten das eine hemimetabole Entwicklung, während die der Schmetterlinge als eine holometabole bezeichnet wird.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1926

Authors and Affiliations

  • Martin Hering
    • 1
  1. 1.Ƶoologischen MuseumUniversität BerlinDeutschland

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