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Rassenkunde

  • Reichsgesundheitsamt

Zusammenfassung

Zur Zeit leben auf der Erde nach ziemlich ficheren Schäßungen und Zählungen rund 2116 Millionen Menich, und zwar in Europa 562 Millionen, in Uuftralien einfchließlich der Südfee infeln 11 Millionen. Ullein diefe feststellung wirst die Frage auf, welche Beziehungen bestehen zwieschen diesen Millionenmassen und welche Stellung nimmt der „Einzelne“ zu der Gesamtmenschheit ein? Die Beantwortung dieter Frage tann in der vielfältigsten und verschiedensten Weise erfolgen. Wird fie nach politischen, wirtschaftlichen, tünstlerischen oder auch sprachlichen Gesichtspunkten vorgenommen, so wird ihr Endergebnis eine Kulturgeschichte der Menschheit fein. Derertige Betrachtungen gehen aber zumeist an der Tatsache vorüber, daß der Mensch als ein „Teil der Natur“ genau so als „Lebewesen“ angesehen muß wie jede Pflange und jedes teir und sich aus ihr wie jedes andere Lebewesen „lebend“ entwickelt hat. Dies zu leugnen, hieße die Natur und sich selbst verneinen. Es mag uns heute deshalb schon fremd und sonderbar anmuten wenn man lange geglaubt hat, auf dem gegenteiligen Standpunkte verharren zu müssen, indem man dem Menschen eine Sonderstellung bestimmter Urt zuwies, wenn man ihn nicht ganz auberhalb der Natur stellte. Diefer Jrrtum, der zugleich für unfer Wissen eine erhebliche Bildungslücke darstellte, wurde erst im vergangenen Fahrhundert beseitigt. Männer wie Darwin und haekel waren es, die im Gegebsaß zu den damaligen Uuffassungen die Lehre von der „natürlichen“ Entstehung und Entwicklung nicht nur des Lebens sondern auch des Menschen aufstellten. Damit war zugleich der Grund zur „Naturgeschichte“ des Menschen aufftellten.

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© Verlag von Julius Springer 1940

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  • Reichsgesundheitsamt

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