Depotbuchhaltung und doppelte Buchführung

Möglichkeit der Einführung der doppelten Buchführung beim Depotgesehält
  • Maria Rasch
Part of the Bank- und finanzwirtschaftliche Abhandlungen book series (BFA, volume 9)

Zusammenfassung

Die Buchungen in der Depotbuchhaltung sind dank der geschichtlichen Tradition, die dann ihren Niederschlag in Rechtsvorschriften gefunden hat, auf Mengenverrechnung aufgebaut, da die Nominalbeträge einheitliche Mengenbezeichnungen darstellen. Aus den Buchungen soll ausdrücklich die Menge, nicht der Wert des Depots ersichtlich sein; denn es handelt sich um sichtbare Gegenstände, bei denen ein großer Anreiz zu Veruntreuungen gegeben ist. Infolgedessen kann auch nur die Menge — in ihrer einheitlichen Bezeichnung etwas Unveränderliches — Kontrollmöglichkeit sein, nicht der Wert, der durch äußere Umstände beeinflußt und verändert wird. Die Depotbuchungen sind — was die Kundenbestände anbetrifft — Kontrollbuchungen und bezwecken eine Aufschreibung der nominalen Veränderungen der bei der Bank hinterlegten Wertpapierbestände der einzelnen Kunden (Sachdepotbuch) und eine gleichfalls nominale Aufstellung dieser fremden Vermögensteile (Personendepotbuch). Diese mengenmäßigen Buchungen haben keinen Einfluß auf die in „Wert“ gerechneten Hauptbuchkonten der sonstigen Betriebsrechnung. So ist es berechtigt, die Depotbuchungen im Verhältnis zu den sonstigen Betriebsbuchungen als Nebenbuchungen anzusehen. Die Geschäftsvorfälle werden zunächst in chronologische r Reihenfolge in Journalen, Depotein- bzw. -ausgangsbüchern erfaßt, um dann systematisch in die staffelförmig geführten Depotbücher übertragen zu werden.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1927

Authors and Affiliations

  • Maria Rasch
    • 1
  1. 1.KölnDeutschland

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