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Hormone pp 1-7 | Cite as

Einleitung

  • Hermann Giersberg
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 32)

Zusammenfassung

Wenn ich mit der Hand an den heißen Ofen komme, werde ich sie unter Schmerzempfindungen äußerst schnell zurückziehen, und das ist gut so für mich, denn dadurch werde ich vor weiteren Verbrennungen bewahrt. Man kann auch sagen, daß diese Handlung sinnvoll für meinen Körper, also biologisch richtig ist. Solche Handlungen einfachster Art können aber auch ohne jegliche mir bewußte Empfindung vor sich gehen. Jedermann ist bekannt, daß die Weite der Pupillen des Auges abhängig ist von der Lichtfülle, die das Auge trifft; in der Dämmerung öffnen sich die Pupillen, und am hellen Tageslicht ziehen sie sich zusammen, aber niemand empfindet etwas dabei, die Einstellung der Pupillenmuskeln geschieht auf den Lichtreiz hin, ohne daß sie uns zum Bewußtsein kommt und ohne daß wir mit unserem Willen irgendeinen Einfluß darauf nehmen könnten. Trotzdem ist sie genau so biologisch richtig wie nur irgendeine von uns genau bedachte Handlung, ja sie wird wohl meist biologisch richtiger sein, da sie mit großer Genauigkeit die Lichtfülle regelt, die der Augennetzhaut zuträglich ist. Wir nennen solche Vorgänge, solche Antworten einfachster Art auf bestimmte Reize der Außenwelt hin, Reflexbewegungen, und es ist sicher, daß sie in den meisten Fällen nützliche und sinnvolle Antworten auf die Außenreize darstellen. Das Nervensystem kann also offenbar dem Körper sinnvolle Weisungen geben, ohne daß in jedem Falle wir erst unseren Willen einschalten müßten, ja sogar ohne, daß uns überhaupt immer eine Empfindung des Vorganges bewußt werden müßte.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. in Berlin 1943

Authors and Affiliations

  • Hermann Giersberg
    • 1
  1. 1.Universität Frankfurt a. M.Deutschland

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