Geschlechtertrennung und Zwittertum im Tierreich

  • Ulrich Gerhardt
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 22)

Zusammenfassung

Während wir gewohnt sind, nach den Erfahrungen im menschlichen Leben und den aus der Beobachtung der uns umgebenden Tierwelt den Zustand für die Regel zu halten, daß jede Tierart aus männlichen und weiblichen Wesen besteht — man denke nur an unsere Haustiere, alle Vögel und Insekten, die wir im Freien antreffen —, so lehrt ein Blick auf das gesamte Tierreich, daß auch das Zwittertum sich in ungeheuer weiter Verbreitung findet; nur sind die Zwitterformen viel häufiger unter den Meerestieren als den landbewohnenden und, außer den beiden erwähnten leicht zu beobachtenden Beispielen der Landlungenschnecken, zu denen unsere Weinbergschnecke gehört, der Regenwürmer, sodann auch der Blutegel, daher unseren Blicken weniger zugänglich, ebenso wie die zahlreichen zwittrigen Schmarotzer (das bekannteste Beispiel bilden wohl die auch im Menschen in einigen Formen vertretenen Bandwürmer), die in der Tiefe anderer tierischer Körper ihr lichtscheues Dasein führen.

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© Berlin · Verlag von Julius Springer 1934

Authors and Affiliations

  • Ulrich Gerhardt
    • 1
  1. 1.Martin-Luther-UniversitätHalle-WittenbergDeutschland

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