Das Zahlenverhältnis der Geschlechter

  • Ulrich Gerhardt
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 22)

Zusammenfassung

Damit es möglich sei, daß Männchen und Weibchen einer Art so weit zueinander finden können, daß ungefähr alle Eier, die von den Weibchen geliefert werden, auch befruchtet werden können, ist ein gewisses gegenseitiges Häufigkeitsverhältnis der Geschlechter notwendig, soweit nicht Zwittertum besteht. Im allgemeinen finden wir nun innerhalb der Art Männchen und Weibchen ungefähr in der gleichen Anzahl vertreten, und diese Anordnung erscheint auch als sehr günstig. Nicht verwunderlich wäre es, wenn wir sehr häufig die Erscheinung einer viel größeren Häufigkeit der Männchen antreffen würden, da dann die Eier mit sehr großer Sicherheit sämtlich befruchtet werden könnten und es schließlich auf eine Anzahl von Männchen nicht ankäme, die unverrichteter Dinge stürben. Diesen Fall finden wir bei manchen staatenbildenden Insekten verwirklicht, wie bei der Honigbiene, bei denen im Stock eine Königin lebt, der ein paar hundert Drohnen zur Verfügung stehen, von denen nur eine ihren Lebenszweck erfüllt, während die anderen nutzlos zugrunde gehen.

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© Berlin · Verlag von Julius Springer 1934

Authors and Affiliations

  • Ulrich Gerhardt
    • 1
  1. 1.Martin-Luther-UniversitätHalle-WittenbergDeutschland

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