Die Laminektomie

  • Martin Kirschner
  • N. Guleke
  • O. Kleinschmidt

Zusammenfassung

Die Laminektomie, die Abtragung der Wirbelbögen, dient der Freilegung des Duralsackes und leitet jeden typischen Eingriff am Rückenmark ein. Man sieht sich zwar gelegentlich genötigt, bei der Verfolgung von Geschwülsten der Wirbelsäule oder von entzündlichen (tuberkulösen) Knochenherden und Abszessen den Rückenmarkskanal auch von der Seite oder schräg von vorn her zu eröffnen, und für die Ableitung des überschüssigen Liquor beim kommunizierenden Wasserkopf in die Bauchhöhle (s. dort) ist der Zugang zum Rückenmarkskanal mitunter von vorn her quer durch den Wirbelkörper hindurch gewählt worden; aber zu einer wirklich übersichtlichen erweiterungsfähigen Freilegung des Rückenmarkes ohne die Gefahr unbeabsichtigter Schädigungen desselben durch Zug oder Druck eignet sich nur der Zugang von hinten, der das Rückenmark in verhältnismäßig einfacher Weise und schonend erreichen läßt, die Möglichkeit bietet, die Öffnung nötigenfalls beliebig weit nach oben und unten hin zu erweitern und das Rückenmark und die Rückenmarkswurzeln so übersichtlich und breit zugängig zu machen, daß auch die Seitenflächen und selbst die Vorderfläche des Rückenmarkes erreichbar wird, und hier vorhandene krankhafte Veränderungen gefunden und gegebenenfalls entfernt werden können. Gerade das typische, bei jedem Eingriff in mehr oder weniger gleicher Weise sich wiederholende Vorgehen schützt das Rückenmark am besten vor Verletzungen.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1935

Authors and Affiliations

  • Martin Kirschner
    • 1
  • N. Guleke
    • 2
  • O. Kleinschmidt
    • 3
  1. 1.Chirurgischen KlinikUniversität HeidelbergDeutschland
  2. 2.Chirurgischen KlinikUniversität JenaDeutschland
  3. 3.Chirurgischen KlinikStädt. Krankenanstalten WiesbadenDeutschland

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