Die Eingriffe an den Ästen des N. trigeminus

  • N. Guleke

Zusammenfassung

Die wichtigste Anzeige zu Eingriffen am N. trigeminus ist die Schmerz-betäubung im Ausbreitungsgebiet dieses Nerven, die nur vorübergehend, wie bei Operationen im Gesicht oder am Gesichtsschädel, oder dauernd, wie bei der Trigeminusneuralgie, wirksam sein soll. Dabei kann die Ausschaltung des einen oder anderen Astes genügen, oder auch das ganze Ausbreitungsgebiet unempfindlich gemacht werden müssen. Während es aber leicht ist, den geeignetsten Ort für die Leitungsunterbrechung bei operativen Eingriffen, entsprechend der anatomischen Verzweigung der einzelnen Trigeminusäste, zu bestimmen, tappt man in dieser Beziehung bei der Trigeminusneuralgie im Dunkeln, da die Neuralgie von jeder Stelle des Nervenverlaufes ihren Ausgang nehmen kann, und ihr Entstehungsort nur bei Vorhandensein von nachweisbaren Erkrankungen im Ausbreitungsgebiet des befallenen Nerven (Kiefer, Zähne, Nebenhöhlen, Schädelbasis) mit einer gewissen Sicherheit festzustellen ist. Da die Leitungsunterbrechung nur dann einen Erfolg bringt, wenn sie zentral vom Krankheitsherd zustande kommt, wäre es am sichersten, von vornherein ganz zentral, am Ganglion Gasseri, in dem der eigentliche Krankheitssitz bei sehr vielen Fällen auch zu suchen ist, oder an der Trigeminuswurzel anzugreifen.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1935

Authors and Affiliations

  • N. Guleke
    • 1
  1. 1.JenaDeutschland

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