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Die Eingriffe an der Hypophyse und am Hypophysenstiel

  • Martin Kirschner
  • N. Guleke
  • O. Kleinschmidt

Zusammenfassung

Die Hypophyse, der Hirnanhang, liegt als etwa bohnengroßer Knoten in der Sella turcica (Abb. 150), einer genau in der Mittellinie der Schädelbasis am Übergang von der vorderen zur mittleren Schädelgrube gelegenen queren Vertiefung des Keilbeinkörpers; diese Vertiefung springt nach abwärts in die obere und hintere Wand der Keilbeinhöhle vor; sie weist am vorderen oberen Rand einen kleinen queren Vorsprung, das Tuberculum sellae auf, vor dem eine seichte Furche, der Sulcus chiasmatis zu den Foramina nervorum opti-corum verläuft. Da das Chiasma nach neueren Untersuchungen gar nicht in dieser Furche, sondern hinter derselben liegt, trägt die Furche ihren Namen zu Unrecht. Die Rückwand der Sella wird von der Sattellehne (Dorsum sellae), einer frei und steil aufsteigenden Knochenplatte mit den Processus clinoidei posteriores an ihren oberen Ecken gebildet. Unter normalen Verhältnissen ist der Türkensattel auf dem seitlichen Röntgenbild des Schädels deutlich erkennbar, während sich seine Grenzen bei starker Erweiterung durch den Druck von Geschwülsten und von Zysten in der Sella oder in ihrer Nähe oder infolge von Liquorstauung in den Hirnkammern, besonders bei Druckatrophie und Schwund der Processus clinoidei und der Sattellehne, so verwischen können, daß außer einer breiten flachen Ausbuchtung an der Schädelbasis nichts von der Sella zu erkennen ist.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1935

Authors and Affiliations

  • Martin Kirschner
    • 1
  • N. Guleke
    • 2
  • O. Kleinschmidt
    • 3
  1. 1.Chirurgischen KlinikUniversität HeidelbergDeutschland
  2. 2.Chirurgischen KlinikUniversität JenaDeutschland
  3. 3.Chirurgischen KlinikStädt. Krankenanstalten WiesbadenDeutschland

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