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Mehrlingsbildung bei Säugetieren

  • R. Lotze
Part of the Psychologie - Reprint book series (PSYCHOL.REPRINT, volume 4)

Zusammenfassung

Jede Tierart ist mit ihrer Vermehrung auf das Maß der Gefährdung eingestellt der sie unter natürlichen Verhältnissen unterliegt. In der Auswirkung von Vermehrungsziffer und Vernichtungsziffer stellt sich für die Art ein biologisches Gleichgewicht her. Das Maß der Fortpflanzung im ganzen und die Zahl der Jungen des einzelnen Wurfs im besonderen sind artspezifisch. Wieviele Junge auf einmal entstehen, hängt davon ab, wie viele Eier sich aus den Eierstöcken des Muttertieres in der Brunstperiode loslösen und damit zur Befruchtung gelangen können. Eine recht große Zahl von Säugetieren bringt bei einer Geburt nur ein Junges zur Welt; es sind vor allem die großen, verhältnismäßig wenig gefährdeten Formen. Bei ihnen ist es die Regel, daß in einer Brunstperiode nur ein Ei zur Reife gelangt. Bei den meisten dieser einfrüchtigen Arten kommt es nun allerdings in Ausnahmefällen immer wieder vor, daß zwei Junge, Zwillinge, unter Umständen sogar Drillinge und höhere Mehrlinge geboren werden. Als Erklärung liegt ohne weiteres die Annahme nahe, daß sich ausnahmsweise zwei oder mehr Eier losgelöst haben (Polyovulation) und zur Befruchtung gelangt sind.

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Schrifttum

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1940

Authors and Affiliations

  • R. Lotze
    • 1
  1. 1.StuttgartDeutschland

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