Die Rolle der Vortexvenen bei dem Zustandekommen des akuten Glaukomanfalls

  • F. Schieck

Zusammenfassung

Die Beziehungen des Glaucoma simplex zum Glaucoma inflammatorium finden wir in den zusammenfassenden Darstellungen der Lehrbücher in verschiedener Weise geschildert. Die einen sehen in den beiden Erscheinungsformen des Leidens zwei getrennte Erkrankungen, indem eben ein Glaucoma simplex von Anbeginn an zu einem Glaukomanfall keinen Anlass bietet, während die anderen den Standpunkt vertreten, dass ein Glaukom zunächst unter dem Bilde des Glaucoma simplex eine Zeit lang sich entwickeln und dann die Merkmale des inflammatorischen Glaukoms annehmen kann, indem die Drucksteigerung in ihrer weiteren Ausbildung andere Bedingungen schafft. Heerfordt hat diese Ansicht durch die Benennung „Glaucoma lymphostaticum“ und „haemostaticum“ unterstrichen, wobei unter dem nicht sonderlich glücklich gewählten Worte „lymphostaticum“ der Zustand gemeint ist, dass der Wechsel des Kammerwassers Hindernissen begegnet. Elsehnig stellt dem „kompensierten“ das „unkompensierte“ Glaukom gegenüber. Auch ich pflege in meinen Vorlesungen diese Anschauung zu vertreten, indem ich darauf hinweise, dass der schiefe Durchtritt der Vortexvenen durch die Sclera bei vermehrtem Ansteigen des auf der Innenwand der Lederhaut lastenden Drucks die Gefahr einer Zuklemmung des venösen Abflusses aus der Aderhaut heraufbeschwört.

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Copyright information

© Verlag von J. F. Bergmann 1934

Authors and Affiliations

  • F. Schieck
    • 1
  1. 1.WürzburgDeutschland

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