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Die Jute pp 4-33 | Cite as

Allgemeines

  • E. Nonnenmacher
Part of the Technologie der Textilfasern book series (TETE, volume 5/III)

Zusammenfassung

Unter Spinnen versteht man technologisch das Zusammendrehen von mehr oder weniger kurzen Rohfasern zu einem Gesamtgebilde, dem Gespinst oder Faden.

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Literatur

  1. 1.
    Leider hat sich die seit 1869 angestrebte einheitliche Garnnumerierung für alle Gespinste nach dem metrischen System trotz verschiedener internationaler Kongresse hauptsächlich infolge der passiven Haltung Englands nicht allgemein durchgesetzt.Google Scholar
  2. 2.
    Die Preislisten der Interessengemeinschaft deutscher Juteindustrieller (J. G.) sind nur auf der metrischen Nummer basiert. Auch der Deutsche Hanfverband ist zu dieser Nummer übergegangen.Google Scholar
  3. 1.
    Bei der Längeneinheit von 10000 m (vgl. S. 7, Anm. 1) geht Gl. (6) über in: N m ·N s = 10000.Google Scholar
  4. 1.
    Vereinzelt findet man auch in der Literatur und in der Praxis für die oben angegebenen Drehungsrichtungen die umgekehrte Bezeichnung, wie die Ausführungen von Professor Fiedler in Melliands Textilber. 1925, H. I u. H. 9 zeigen. Doch dürfte die von Fiedler vertretene Ansicht vereinzelt dastehen.Google Scholar
  5. 2.
    Vgl. die in Tabelle 9 S. 29 zusammengestellten Versuchsergebnisse. Das Gesetz, nach dem sich die Festigkeit bei den verschiedenen Drehungen ändert, wurde schon 1880 von Ernst Müller in seiner preisgekrönten Arbeit, Über die Festigkeit fadenförmiger Fasergebilde in ihrer Abhängigkeit vom Drahte derselben. Civ.-Ing. 1880, S. 137, abgeleitet.Google Scholar
  6. 1.
    Die Torsionsfestigkeit oder Zerdrehungsfestigkeit eines Garnes wird ermittelt, indem man dieses ü ber seine Anfangsdrehung (Spinndrenung) hinaus weiter dreht, bis die Fasern infolge der Verkürzungsbestrebungen des mit beiden Enden unnachgiebig eingespannten Garnes zerreißen. Marschik (Leipz. Monatssehr. Textilind. 1910, S. 275ff.; Mitt. Deutsch. Forsch. Inst. Textilst. 1924, H. 9 u. 10) hat für diese Drehung den Begriff der Bruchdrehung, für die Differenz zwischen Bruchdrehung und Anfangsdrehung den Begriff der Torsionsfestigkeit, und endlich für das Verhältnis aus Anfangsdrehung und Bruchdrehung den Begriff des Torsionsverhältnisses eingeführt. Nach den Untersuchungen Marschiks mit Baumwollgarnen stellt von 2 Vergleichsgarnen der gleichen Feinheitsnummer und der gleichen Reißlänge, aber von verschiedenem Torsions Verhältnis das weicher gedrehte, d. i. das Garn von kleinerem Torsions Verhältnis, die bessere Qualität dar, während andererseits bei gleichem Torsionsverhältnis, aber verschiedener Reißlänge das Garn mit größerer Reißlänge höher zu bewerten ist. Nach den Untersuchungen von Rudolph (Leipz. Monatsschr. Textilind. 1926, H. 2ff.) liefert die Marschiksche Methode auch für Jutegarne brauchbare Vergleichswerte.Google Scholar
  7. 2.
    Nach E. Müller wurde der Begriff der Reißlänge zuerst von Reuleaux 1861 für Seile und von Rankine 1866 für Fasergebilde überhaupt eingeführt.Google Scholar
  8. 1.
    Sommer, H.: Über die Festigkeitseigenschaften der Jute. Leipz. Monatsschr. Textil-ind. 1924, H. 10; ferner: Untersuchungen über den Einfluß des Einkardenspinnverfahrens in der Jute-Industrie auf die hergestellten Erzeugnisse und auf die Wirtschaftlichkeit des Betriebssystems. Dr.-Dissertation, Halle 1924.Google Scholar
  9. 1.
    Bezüglich näherer Beschreibung der einzelnen Apparate und der Versuchsausführung vgl. P. Heermann: Mechanisch- und physikalisch-technische Textiluntersuchungen. Berlin 1923.Google Scholar
  10. 1.
    Nach dieser Methode hat erstmals Hartig die „Substanzfestigkeit“ aus Zerreißversuchen mit Garnen ermittelt, indem er die Zugfestigkeit derselben bei verschiedenen immer kleiner werdenden Einspannlängen bestimmte und aus der Festigkeitskurve als Grenzwert die Garnfestigkeit für die Einspannlänge 0 ermittelte. In ähnlicher Weise ermittelte Pfuhl die Substanzfestigkeit der Jutefaser, vgl. S. 107.Google Scholar
  11. 2.
    Nach Dr.-Ing. Hermann Alt (vgl. Textile Forsch. 1919, H.2) hat man zu unterscheiden zwischen der Belastungsgeschwindigkeit und der Dehnungsgeschwindigkeit. Unter ersterer versteht er den Zuwachs der Belastung in der Zeiteinheit. Sie wird gemessen in kg/sek. Da die Dehnungsgeschwindigkeit eine vom Versuchsmaterial abhängige Größe ist, gibt nur die Belastungsgeschwindigkeit einen objektiven Maßstab für die Beurteilung des Versuchsergebnisses. Für die zu verlangende konstante Belastungsgeschwindigkeit muß die Kraft-Zeitlinie nach einer durch den Ursprung des Koordinatensystems unter einem bestimmten Winkel geneigten Geraden verlaufen. Vgl. auch Leipz. Monatsschr. Textilind. 1928, H. 3.Google Scholar
  12. 1.
    Vgl. Pfuhl: Physikalische Eigenschaften der Jute, Berlin 1888, und Sommer a. a. 0. Pfuhl fand bei Prüfungen bei 51% und 94% Luftfeuchtigkeit nur 4% Festigkeitszunahme. Nach Sommer ergab eine Zunahme der relativen Luftfeuchtigkeit über 65% eine nur geringe Erhöhung der Festigkeit, während eine Abnahme der rel. L. unter 65% ein verhältnismäßig größeres Abfallen der Festigkeit zur Folge hatte. Bezüglich weiterer interessanter Feststellungen Sommers über den Einfluß der Einspannlänge, Zerreißgeschwindigkeit und Luftfeuchtigkeit auf die Festigkeit von Jutegarnen sei auf die ausführliche Arbeit selbst verwiesen.Google Scholar
  13. 2.
    Das Staatliche Materialprüfungsamt in Berlin-Dahlem hat als Normalluftfeuchtigkeit eine solche von 65% rel. angenommen, bei der sämtliche physikalischen Versuche mit Faserstoffen ausgeführt werden. Unter relativer Luftfeuchtigkeit versteht man den Prozentsatz des tatsächlichen Gehaltes an Wasserdampf in der Luft bei einer bestimmten Temperatur gegenüber dem Maximalgehalt an Wasserdampf, den die Luft bei der gleichen Temperatur aufnehmen kann. Beträgt z. B. der absolute Feuchtigkeitsgehalt der Luft bei einer bestimmten Temperatur a g/m3, und entspricht dieser Temperatur ein maximaler Feuchtigkeitsgehalt der mit Wasserdampf gesättigten Luft von b g/m3, so ergibt sich als relativer Feuchtigkeitsgehalt: <Inline>2</Inline> 100%. Die Messung der rel. L. erfolgt am einfachsten durch das Lambrechtsche Haar hygrometer. Um Fehler auszuschalten, empfiehlt es sich, dieses Instrument von Zeit zu Zeit nacheichen zu lassen. Bezüglich ausführlicher Beschreibung dieses und anderer Feuchtigkeitsmesser vgl. G. Herzog: Über die Bedeutung der Luftfeuchtigkeit in der Textilindustrie und ihre Messung. M. T. B. 1922, S. 453, 471.Google Scholar
  14. 1.
    a. a. O. S. 99.Google Scholar
  15. 2.
    Vgl. S. 104.Google Scholar
  16. 1.
    Sommer, H.: Über die Festigkeitseigenschaften der Jute. Leipz. Monatsschr. Textilind. 1924, H. 10.Google Scholar
  17. 2.
    Rudolph, H.: Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Festigkeit und Drehung bei Jutegarnen. M. T. B. 1925, H. 8ff.Google Scholar
  18. 1.
    Sommer gibt die Ableitung dieser Formel in seiner wiederholt angeführten Dr.-Dissertation. Die nach dieser Formel ermittelten mittleren Abweichungen decken sich mit der nach Ristenpart (M.T.B. 1923, H. 1 bis 6) errechneten „wahren Ungleichmäßigkeit“, jedoch gestattet die Sommersche Formel eine einfachere Rechnungs weise. Sommer gibt außerdem noch eine graphische Darstellung der Verteilung der Abweichungen, die die Vorstellung über die Ungleichmäßigkeit eines Garnes in anschaulicher Weise ergänzt. Dies bezweckt auch die nach einem einfach auszuführenden Verfahren konstruierte Häufigkeitskurve. Je symmetrischer diese ausgebildet ist und je mehr sich ein ausgesprochenes Dichte-Maximum dem arithmetischen Mittel nähert, als desto gleichmäßiger und besser ist das Garn anzusprechen. Über die große Zahl von „Ungleiehmäßigkeitsberechnungen“ vgl. die verschiedenen Veröffentlichungen in M. T. B. 1926: Lange: H. 2, Schlömer: H. 5 u. 9, Schweiger: H. 6, Lüdicke: H. 6, Töpert: H. 7, Sommer: H. 9, Rudolph: H. 10.Google Scholar
  19. 1.
    Vgl. Johannsen, O.: Handbuch der Baumwollspinnerei, Bd. 1, S.120.1902.Müller, E.: Handbuch der Spinnerei, S. 34. Der Apparat von Holzach wird von der Firma Max Kohl, Chemnitz, gebaut.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1930

Authors and Affiliations

  • E. Nonnenmacher
    • 1
  1. 1.Hersfeld H.-N.Deutschland

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