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Vorbereitung der Werkzeugschäfte und Werkzeugkörper

  • F. W. Leier
Part of the Werkstattbücher book series (WERKSTATTBÜCHER, volume 62)

Zusammenfassung

Schon beim Entwurf von Hartmetallwerkzeugen ist darauf zu achten, daß die richtigen Verhältnisse gewählt werden. Leider werden oft die bei Schnell- und Werkzeugstahlwerkzeugen üblichen Richtlinien benutzt, was grundsätzlich falsch ist: Schnell- und Werkzeugstähle können immer noch Biegungsbeanspruchungen vertragen, Hartmetalle aber nicht. Dagegen ist Hartmetall gegen Druckbeanspruchung weit unempfindlicher. Demgemäß muß die Form des Werkzeuges, sei es ein Drehmeißel, ein Messerkopfkörper od. dgl., gewählt werden. Die Werkzeuge werden im allgemeinen bedeutend kräftiger gehalten, so z. B. werden auch Drehmeißel meist im Hochkantprofil ausgeführt, wobei zu beachten ist, daß die Stelle, die das Hartmetallplättchen trägt, mindestens drei- bis viermal so stark sein soll wie das Plättchen selbst (Abb. 27). Dadurch wird erreicht, daß der Schaftwerkstoff den oft sehr hohen Schnittkräften gegenüber standhalten kann. Bei Vierkantstählen dagegenist stets die Gefahr vorhanden, daß am Schneidkopf zu wenig Werkstoff bleibt und dann das Plättchen nicht genügend unterstützt ist. Infolge davon wird bei leichter Abstumpfung der Schneide das Plättchen abgedrückt und dabei in den allermeisten Fällen schadhaft oder gar ganz zerstört. Lassen sich Vierkant- oder Rundschäfte nicht vermeiden, so ist es besser, besondere Plättchen, d. h. etwas schwächere, zur Bestückung zu wählen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1937

Authors and Affiliations

  • F. W. Leier

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