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Begriff des Werkstoffes Gußeisen

  • Chr. Gilles
Part of the Werkstattbücher book series (WERKSTATTBÜCHER, volume 19)

Zusammenfassung

Gußeisen oder Grauguß ist eine mit Fremdkörpern durchsetzte Eisenlegierung, die die dem reinen Eisen eigentümliche Schmiedbarkeit nicht hat, dafür aber bei einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur schmilzt und geeignet ist, zu allen erdenklichen Gebrauchsgegenständen von kleinsten Teilen bis zu Stücken größten Ausmaßes vergossen zu werden. Den wichtigsten Einfluß auf die Beschaffenheit des Eisens übt der Kohlenstoff aus. Im Gußeisen ist er bis zu 4% anwesend, seine untere Grenze liegt bei etwa 2,5%. Gußeisen mit weniger als 2,5% Kohlenstoff wird seltener erzeugt, es beginnt bei diesem Kohlenstoffgehalt seinen Graugußcharakter zu verlieren. Bei 2% Kohlenstoff fängt die Warmschmiedbarkeit an und bei weiterer Verringerung der Kohle entsteht Stahl: schmiedbares Eisen. Neben Kohlenstoff hat Gußeisen immer Beimengungen von Silizium, Mangan, Phosphor und Schwefel, außer anderen, gelegentlich auftretenden. Auf den Einfluß aller dieser Elemente auf die Beschaffenheit des Gußeisens wird im Kapitel Zusammensetzung und Gattierung näher eingegangen werden.

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© Verlag von Julius Springer 1936

Authors and Affiliations

  • Chr. Gilles

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