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Der Generalversammlungsbeschluß der übertragenden Aktiengesellschaft

  • Robert Goldschmidt
Part of the Rechtsvergleichende Abhandlungen book series (RA)

Zusammenfassung

Der Generalversammhingsbeschluß der übertragenden Aktiengesellschaft, in dem diese den Veräußerungsvertrag und den Ausschluß der Liquidation genehmigt, bedarf der Erfordernisse des § 303, I, wie sich aus §306, I, § 304, II ergibt; und zwar muß der Beschluß im wesentlichen genau denselben Inhalt wie der Vertrag haben1,2, insbesondere muß auch er die aufnehmende Aktiengesellschaft bezeichnen und das Verhältnis, in dem die Aktien umgetauscht werden sollen, angeben. Er bedarf einer Mehrheit von mindestens 3/4 des bei der Beschlußfassung vertretenen Grundkapitals, jedoch kann das Statut noch weitere Erfordernisse aufstellen3. Wie weit das der Fall ist, wird aus der Sammlung der Satzungen der deutschen Aktiengesellschaften von Flechtheim-Wolff-Schmulewitz (vgl. S. 442 und 452ff.) ersichtlich. So bedarf der Generalversammhingsbeschluß mitunter einer 4/5, 7/8 oder gar 9/10-Mehrheit, oder es ist eine Beschlußfassung in zwei in bestimmten Fristen aufeinanderfolgenden Generalversammlungen erforderlich. Ferner finden sich Satzungsbestimmungen, wonach in der betreffenden Generalversammlung mindestens ¼ des Grundkapitals vertreten sein muß.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. im einzelnen Staub-Pinner: §303, Anm. 8; Ullmann: S. 11.Google Scholar
  2. 2.
    Ernennt die Generalversammlung aus Versehen Liquidatoren, so gilt § 305 (Einheitlichkeit des Beschlusses); vgl. RG. 77, S. 268.Google Scholar
  3. 3.
    Eine qualifizierte Mehrheit verlangen auch die nordischen Staaten (vgl. Hamburger: a. a. O.) und Polen.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Staub-Pinner: §330 Anm. 23.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Staub-Pisko: Art. 215, Anm. 1 §1; Pisko: Lehrbuch, S. 411.Google Scholar
  6. 6.
    Ebenso in Japan (vgl. Hamburger: a. a. O.).Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Fick: a. a. O., S. 19.Google Scholar
  8. 1.
    Vgl. Houpin-Bosvieux: N. 1324, S. 439, und N. 957, S. in.Google Scholar
  9. 2.
    So Wahl: Journal des Sociétés 1900, S. 385.Google Scholar
  10. 3.
    So Houpin-Bosvieux: a. a. O.Google Scholar
  11. 4.
    Vgl. auch die Bestimmungen der Novelle von 1928.Google Scholar
  12. 5.
    Vgl. H. Goldschmidt: Köln. Ztg. vom 13. September 1926.Google Scholar
  13. 6.
    Über den ähnlichen italienischen Rechtszustand in diesem Punkte vgl. Art. 158 C. d. comm., dazu aber auch Simon: Der Entwurf eines neuen italienischen Handelsgesetzbuches im Auslandsrecht 1926, Sp. 209. Von der älteren Literatur vgl. auch Lehmann a. a. O.: Bd. 2, S. 503.Google Scholar
  14. 7.
    Vgl. etwa Delaware 1973 = sec. 59.Google Scholar
  15. 8.
    Vgl. Hamburger: a.a.O., Corp. iuris §3640.Google Scholar
  16. 9.
    Vgl. hierzu auch § 81 II, GmbHGes.Google Scholar
  17. 1.
    Vgl. Staub-Pinner: §275, Anm. 4; Lehmann-Ring: N. 5; Goldschmit: Anm. 11; Brodmann: Anm. 3b; a. M. Ritter: Anm. 4; Makower: Anm. 3 b.Google Scholar
  18. 2.
    Vgl KGJ. 35 A, S. 164.Google Scholar
  19. 3.
    Vgl. auch v. Ziegler: a. a. O., S. 71.Google Scholar
  20. 1.
    Vgl. S. 24.Google Scholar
  21. 2.
    Vgl. Staub-Pinner: § 185, Anm. 11c; Frank-Fahle: Die Stimmrechtsaktie 1923, S. 47ff.Google Scholar
  22. 3.
    Wie hier allerdings nur nebenbei in einem Satz Flechtheim: Vorzugsaktien und Kapitalserhöhung. Bankarch. 26, S. 366.Google Scholar
  23. 4.
    Für diese Analogie Wandschneider: S. 52ff.Google Scholar
  24. 5.
    Vgl. Staub-Pinner: §303, Anm. 9, §293, Anm. 4.Google Scholar
  25. 6.
    So Makower: §292 Anm. 1b.Google Scholar
  26. 1.
    Vgl. auch Staub-Pinner: § 292, Anm. 6.Google Scholar
  27. 2.
    Vgl. Schmalenbach: S. 130; Tüscher: S. 17.Google Scholar
  28. 3.
    Frankf. Ztg. vom 3. April 1925.Google Scholar
  29. 4.
    Vgl. Staub-Pinner: § 305, Anm. 6; RG. 85, S. 170ff.Google Scholar
  30. 5.
    So Brodmann: Zbl. f. HR. 1927, S. 124ff.Google Scholar
  31. 1.
    Komm. § 252, Anm. 5c, ZHR. 94, S. 64/5.Google Scholar
  32. 2.
    Vgl. Staub-Pinner: §252, Anm. 27; Busch: a. a. O., S. 21.Google Scholar
  33. 3.
    a. M. Brodmann: ZHR. 94, a. a. O.Google Scholar
  34. 1.
    Vgl. Bauer a.a.O.: S. 186; ferner über den ausländischen Rechts-zustand in diesem Punkte im allgemeinen Nussbaum: JW. 1927, S. 675.Google Scholar
  35. 2.
    Vgl. hierzu Flechtheim: a. a. O., S. 565; Gutachten, S. 28.Google Scholar
  36. 3.
    Vgl. Staub-Pinner: §222, Anm. 16ff.Google Scholar
  37. 4.
    Vgl. Staub-Pinner: § 222, Anm. 16ff. Das gleiche gilt in den meisten auswärtigen Staaten mit Ausnahme von vielleicht Schweden und Lettland, vgl. hierzu Giesecke: Aktienstimmrecht der Banken, S. 23/37.Google Scholar
  38. 1.
    Vgl. Staub-Pinner: §223, Anm. 19; §252, Anm. 17a.Google Scholar
  39. 2.
    Ebenso ist der Fall zu behandeln, daß man Aktien durch eine Zwischenperson erwerben und diesen dann stimmen läßt (vgl. Flechtheim a. a. O.).Google Scholar
  40. 3.
    RGZ. 85, S. 170ff.Google Scholar
  41. 4.
    Vgl. auch RG. in LZ. 1907, S. 139; ebenso liegt es, wenn man kurz vor der Generalversammlung noch rasch Aktien erwirbt, ohne sich vorher das Eigentum übertragen zu lassen, und der Verkäufer im Interesse des Erwerbers stimmt. Auch hier ist der Gedanke des § 317 heranzuziehen.Google Scholar
  42. 5.
    Vgl. hierzu ferner Nussbaum: JW. 1927, S. 672; Haussmann: Tochtergesellschaft, S. 64ff.; Friedländer: Konzernrecht, S. 298ff.; Ruth: Eigene Aktien und Verwaltungsaktien S. 72.Google Scholar
  43. 6.
    Vgl. Bericht, S. 30 und hierzu Ludewig: a. a. O., S. 81.Google Scholar
  44. 1.
    Vgl. LZ. 1907, S. 466.Google Scholar
  45. 2.
    Über die Entstehung der Generalklausel vgl. im einzelnen: Schmoelder: JW. 1929, S. 2093.Google Scholar
  46. 3.
    a. M. Brodmann: ZHR. 94, a. a. O.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1930

Authors and Affiliations

  • Robert Goldschmidt
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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