Fortpflanzung in Huntington-Sippen

  • F. Kehrer
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Neurologie und Psychiatrie book series (MONOGRAPHIEN, volume 50)

Zusammenfassung

Oben wurde darauf hingewiesen, daß Jakobs Angabe, er habe in seinen Fällen chronisch-progressiver Chorea — und ich habe es überwiegend wahrscheinlich gemacht, daß das soviel heißt wie: (erblicher) Huntingtonscher Chorea — Entwicklungsstörungen irgendwelcher Art trotz besonders darauf gerichteter Aufmerksamkeit nirgends finden können, Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben kann. Das würde bedeuten, daß da, wo solche doch angetroffen werden, exogene Komplikationen oder aber Verbindungen mit der Chorea fremden Heredodegenerationen vorliegen. Es bleibt zum Schlüsse unserer ätiologischen Betrachtungen nun noch zu fragen, ob diese Annahme auch für zwei biologisch bemerkenswerte Erscheinungen zutrifft, auf die bisher, soviel ich sehe, die Aufmerksamkeit noch nicht gelenkt worden ist: 1. die erhöhte Kindersterblichkeit und 2. das auffallend häufige Vorkommen von Zwillingsschwangerschaften in Huntington- Sippen.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1928

Authors and Affiliations

  • F. Kehrer

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