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Zusammenfassung

Die Prognose ist im Kindesalter nicht so schlecht, wie man nach dem Bilde in späteren Jahren erwarten sollte. Die Vorstadien können noch nach Monaten und Jahren ausheilen, zumal bei den an Pneumonien sich anschließenden Erkrankungen, sofern nur energische Therapieversuche frühzeitig und konsequent durchgeführt werden. Auch bei den Fällen mit rezidivierenden Pneumonien oder fieberhaften Exazerbationen sind noch Heilungen möglich (Engel). Ylppö spricht von dem „großen Restitutionsvermögen des Lungenparenchyms im Säuglingsalter“. — Eine Reihe von Kindern erliegen diesen häufigen Pneumonien (Duken). In allen günstig ausgehenden Fällen haben wir es aber noch mit anatomisch geringeren Veränderungen zu tun; liegt bereits eine Peribronchitis infiltrativa oder Bronchitis ulcerosa vor, so ist der Widerstand der Erkrankung ein hartnäckiger. Schon Leichtenstern spricht bei der deletären Influenzapneumonie von der Möglichkeit der Restitutio ad integrum noch nach Monaten. Kommt es aber erst einmal zu dem Stadium der „Dauerschädigung“ (Bossert), ist die Prognose quoad sanationem ungünstig. Darin stimmen alle Autoren überein, die Rundfrage Klares über seine entlassenen Fälle spricht gleichsinnig und schon Heubner wies darauf hin, daß einmal geschrumpfte Lungenpartien es für immer bleiben und Bronchiektasien in entwickelter Form nicht rückbildungsfähig sind, auch wenn in einzelnen Partien ausgedehntere Obliterationen vorkommen.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1927

Authors and Affiliations

  • Otto Wiese
    • 1
  1. 1.Kaiser Wilhelm-KinderheilstätteLandeshut I. Schles.Deutschland

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