Polarimetrie

  • O. Schönrock
Part of the Handbuch der Physik book series (HBUP, volume 19)

Zusammenfassung

Körper, welche die Polarisationsebene durchgehenden, geradlinig polarisierten Lichtes merklich um einen Winkelbetrag drehen, werden optisch aktiv genannt. Seitdem diese Eigenschaft Arago 1811 beim Quarz und Biot 1815 beim Zucker entdeckt haben, ist die Zahl der aktiven Substanzen auf viele tausend gestiegen. Diese Aktivität wird auch als natürliche bezeichnet zur Unterscheidung von der magnetischen, die alle Körper aufweisen, wenn sie in ein magnetisches Feld gebracht werden; man spricht im letzteren Falle von der elektromagnetischen Drehung der Polarisationsebene. Es ist leicht ersichtlich, daß die natürlich-aktiven Substanzen in den Richtungen, in welchen sie die Drehung aufzeigen, in optischer Hinsicht keine einzige Symmetrieebene besitzen können; andernfalls würde z. B. keine Drehung möglich sein, wenn etwa die Polarisationsebene des einfallenden Lichtes mit einer solchen Symmetrieebene zusammenfiele.

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© Julius Springer in Berlin 1928

Authors and Affiliations

  • O. Schönrock
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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