Zusammenfassung

Wenn wir hier von der Betrachtung des breiförmigen Zustandes des Bademediums ausgegangen sind und unmittelbare und mittelbare Einwirkungen auf den Körper als das Wesentliche der Peloidbäder ansehen, möchte ich zu diesen mittelbaren Wirkungen noch einen Punkt hinzufügen, welcher bisher kaum Beachtung gefunden hat, wenn er auch primär nicht auf den Körper einwirkt, sondern eher als eine negative Einwirkung angesehen werden kann. Nur gelegentlich wurde er beiläufig miterwähnt (Heiduschka und Möllering, Souci). Die Behinderung von Strömungen im Bademedium muß ebenso wie den Wärmetransport auch den Stofftransport innerhalb der Bademasse einschränken. Auch hier geht in Flüssigkeiten der Transport durch Strömungen weit rascher vor sich als durch Diffusion. In einem zweiphasigen System werden diese Verhältnisse jedoch wesentlich komplizierter. Während echte Lösungen Konzentrationsunterschiede verschiedener Schichten durch Diffusion und Strömungen ausgleichen, wirken hier auch Kräfte nicht nur einem solchen Ausgleich entgegen (Reibung), sondern sogar im Sinne einer Entmischung (Schwerkraft). Wieder andere Kräfte binden Wasser und feste Phase aneinander. Diese Bindung kann auf verschiedene Weise erfolgen und dementsprechend sehr verschiedene Festigkeit zeigen. Ostwald unterscheidet:
  1. 1.

    Okklusionswasser (in nichtcapillaren Hohlräumen).

     
  2. 2.

    Capillarwasser.

     
  3. 3.

    Kolloidal gebundenes Wasser (Quellungswasser).

     
  4. 4.

    Osmotisch (in Zellen) gebundenes Wasser.

     
  5. 5.

    Chemisch gebundenes (Hydrat- und Konstitutions-) Wasser.

     

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • Walter Zörkendörfer
    • 1
  1. 1.Reichsanstalt für das Deutche BäderwesenUniversität zu BreslauBreslauPolen

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