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Einleitende Bemerkungen

  • Moritz von Rohr
Part of the Handbuch der Gesamten Augenheilkunde book series (HGA)

Zusammenfassung

Die Schwierigkeiten für die Entwicklung der Lehre von der Brille. Die Brille ist ein optisches Instrument, das auf eine sehr alte Geschichte zurückblicken kann. Wenn auch aus dem Altertum keine deutlichen Spuren der Brille erhalten sind, so kann man doch, ohne Widerspruch zu finden, die Behauptung aufstellen, daß nach der Renaissance zuerst die Brille unter den optischen Vorkehrungen auftrat. Daß sie jetzt die verbreiterte optische Einrichtung ist und bleiben wird, darüber kann kein Zweifel bestehen. Und doch kann man kaum bestreiten, daß bis auf die neueste Zeit kein optisches Instrument seltener in wissenschaftlichem Geiste behandelt worden ist. Auch heute noch mangelt fast gänzlich das Verständnis für die Leistung, die man von der Brille erwarten darf1). Der Grund für diese eigentümliche Erscheinung liegt in der engen Verbindung, in der die Brille zum Auge steht, und es ist unmöglich, eine zutreffende Lehre von der Brille zu geben, solange ein Verständnis der Vorgänge beim freien Sehen nicht vorausgesetzt werden kann. Es liegt in der Natur der Sache, daß die Ophthalmologen am meisten berufen waren, sich mit dem Gebrauch des Auges zu befassen, aber sie waren in der Regel keine Optiker, und die Optiker ihrerseits haben bis in die neueste Zeit in einer sehr sonderbaren Weise diese Aufgabe vernachlässigt.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • Moritz von Rohr
    • 1
  1. 1.JenaDeutschland

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