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Erkennung organischer Verbindungen durch Bestimmung des Schmelzpunkts und den Nachweis einzelner Bestandteile

  • G. Frerichs
  • G. Arends
  • H. Zörnig

Zusammenfassung

Reine organische Verbindungen, die einen bestimmten Schmelzpunkt haben, und dazu gehören viele natürliche und synthetische Arzneistoffe, lassen sich leicht durch die Bestimmung des Schmelzpunktes und den Nachweis einzelner Bestandteile, z. B. Stickstoff, Halogene und Schwefel, identifizieren. Liegt eine unbekannte Verbindung vor, so stellt man durch Erhitzen auf einem Blech oder einer Tonrinne zunächst fest, ob sie schmilzt und sich durch Verkohlen und Verbrennen als organisch erweist. Dann bestimmt man den Schmelzpunkt und sieht in der nachfolgenden Tabelle nach, welche Verbindungen in Frage kommen können. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Schmelzpunktangaben in der Literatur Abweichungen von mehreren Graden zeigen können. Sind unter den Verbindungen, die in Frage kommen, auch Stickstoff-, halogen- oder schwefelhaltige (von letzteren kommen nur sehr wenige vor), so prüft man die Verbindung auf diese Elemente in folgender Weise :
  1. a)

    Halogen. Man glüht einen Kupferdraht aus bis er die Flamme nicht mehr grün färbt. Dann bringt man eine kleine Menge der Substanz an den Draht in die Flamme. Diese färbt sich grün bis blau, wenn die Substanz halogenhaltig ist.

     
  2. b)

    Stickstoff und Schwefel. 0,05–0,1 g der Substanz werden in einem dünneren Probierrohr mit einem erbsengroßen Stückchen Natriummetall in der Flamme bis zum schwachen Glühen erhitzt. Das noch heiße Probierrohr stellt man in ein Becherglas mit etwa 20 ccm Wasser, wobei das Probierrohr zerspringt und die kohlige Masse sich in dem Wasser verteilt. (Vorsicht wegen des noch unveränderten Metalls, das Wasserstoff entwickelt, der sich entzündet.) Die kohlige Masse wird mit einem Glasstab in dem Wasser zerrieben und letzteres dann abfiltriert.

     

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1925

Authors and Affiliations

  • G. Frerichs
    • 1
  • G. Arends
    • 2
  • H. Zörnig
    • 3
  1. 1.Pharmazeutischen InstitutsUniversität BonnDeutschland
  2. 2.Chemnitz I. Sa.Deutschland
  3. 3.Pharmazeutischen AnstaltUniversität BaselDeutschland

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