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Die Sozialstatistik

  • Wilhelm Winkler
Chapter
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE, volume 12)

Zusammenfassung

Als Gegenwirkung gegen das freie Spiel der wirtschaftlichen Kräfte, das den Starken hebt und den Schwachen zermalmt, ist in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts eine neue Richtung in der Wirtschaftspolitik, die sozialpolitische, aufgekommen, die dem Staate zur Aufgabe macht, den Schwachen vor Unterdrückung und Ausbeutung zu schützen und dadurch gesellschaftliche Gegensätze zu mildern. Die Sozialstatistik verzeichnet nun alle Tatbestände, die sich auf die schutzbedürftigen Schichten der Bevölkerung beziehen, und alle Maßnahmen, die zu ihrem Schutze getroffen werden. Wir verzeichnen hier die Statistik der Arbeitsbedingungen (Statistik der Löhne, der Tarifverträge, der Arbeitszeit usw.), die Statistik der Arbeitskämpfe (Statistik der Streiks und Aussperrungen), die Statistik aller Einrichtungen und Maßnahmen des Arbeiterschutzes (der Gewerbeaufsicht, der Arbeiterversicherung, der Arbeitslosenfürsorge, der Arbeitsvermittlung). Bis hieher könnte man die Sozialstatistik auch Arbeitsstatistik nennen. Nun kommt aber noch ein Abschnitt hinzu, der über die Statistik der Arbeit und des Arbeitsschutzes hinausgeht: die Statistik der Wohlfahrtspflege der Schwachen, die Armenstatistik und die Fürsorgestatistik (Kinder, Tuberkulose usw.).

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer · Berlin 1933

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Winkler
    • 1
  1. 1.Universität WienÖsterreich

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