Die betriebswirtschaftliche Statistik

  • Wilhelm Winkler
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE, volume 12)

Zusammenfassung

Die betriebswirtschaftliche Statistik wird in einem nachlässigen Sprachgebrauch auch „Privatwirtschaftsstatistik“ genannt, obzwar diese Bezeichnung für sie zu weit ist; denn auch die oben erwähnte Statistik der Haushaltungsrechnungen ist zunächst Privatwirtschaftsstatistik. Der Unterschied liegt nur darin, daß eine Haushaltung ein Verbrauchsbetrieb und in der Regel ein Zwergbetrieb ist, während sich die betriebswirtschaftliche Statistik mit Erzeugungs-, Handels-, Verkehrsbetrieben u. dgl. beschäftigt und hauptsächlich die statistische Erfassung der Betriebsvorgänge in großen Betrieben zum Ziele hat. Wir haben auch oben die Haushaltungsstatistik nicht eigentlich um ihrer privatwirtschaftlichen Ausbeute willen behandelt, die sie dem sie Führenden zunächst gibt, sondern wegen der Erkenntnisse, die aus einer größeren Zahl von solchen Haushaltungsrechnungen für die volkswirtschaftliche Statistik zu gewinnen sind. Ein ähnliches Verhältnis ergibt sich auch für die betriebswirtschaftliche Statistik. Sie wird zunächst und in vielen Fällen ausschließlich für die privatwirtschaftlichen Zwecke des Unternehmens geführt; wenn aber die Ergebnisse für eine grüßere Zahl von Betrieben verfügbar sind — wie dies z. B. in den Verbandsstatistiken der Fall ist — dann ergeben sich aus dieser Quelle wichtige Erkenntnisse für die allgemeine Wirtschaftsstatistik, Erkenntnisse, die unser Wissen von der Erzeugung, dem Handel und Verkehr fördern, ja vielfach für sie die einzige Möglichkeit einer Erkenntnis darstellen.

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© Verlag von Julius Springer · Berlin 1933

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Winkler
    • 1
  1. 1.Universität WienÖsterreich

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