Die Regulierung des Wirtschaftslebens

  • Werner Sombart

Zusammenfassung

Regulierung wollten wir diejenige Ordnung nennen, die das Wirtschaftsleben durch die „Wirtschaftsordnung“ (Rechts-, Konventional- und Sittenordnung) erfährt. Wir konnten feststellen, daß in jeder Wirtschaftsordnung ein bestimmter Geist herrscht, der sich in der Befolgung bestimmter Grundsätze, einer bestimmten Rechtsgesinnung äußert. Soweit dieser Geist der Wirtschaftsordnung durch die Rechtsetzende Gewalt verliehen wird, können wir von einem wirtschaftspolitischen Syteme sprechen, in dem wir gedanklich die Einheit der mannigfachen Einzelbestimmungen einer wirtschaftlichen Rechtsordnung finden wollten. Diese Einheit wird nun unter einem zweifachen Gesichtspunkte erfaßt werden: sie kommt zustande entweder durch die grundsätzliche einheitliche Einstellung auf den Zweck oder durch die grundsätzlich einheitliche Wahl der Mittel zur Erfüllung des Zweckes, den sich die Wirtschaftspolitik steckt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Zu I. Max Weber, der Natonalstaat und die Volkwirtschaftspolitik. 1985. Othmar spann, Der wahre Staat. 1921. H. Dietzel, Beiträge zur Geschichte des Sozialismus und Kommunismus. Wiederabduck 1920. W. von Moellendorf, Von Einst. Der alte Fritz, J. G. Fichte, Freiherr von Stein, Friedrich List, Fürst Bismarck, P. de Lagarde über Deutsche Gemeinwirtschaft. 1920. Vgl. meinen „Proletarischen Sozialismus“. 2. Bde. 1924.Google Scholar
  2. Zu II. Über Stadtwirtschaftspolitik und Merkantilismus siehe meinen „Modernen Kapitalismus“ ; insbes. Bd. I, Kap. 11, 23, 24, 25, 27.Google Scholar
  3. Über ökonomischen Liberalismus: A. Schäffle, Kapitalismus und Sozialismus. 1870. 5. und 7. Vortrag. A. Wagner, Grundlegung der politischen Ökonomie. 3. Aufl. 1892. Fünftes Buch. G. v. Schulze-Gaevernitz, Britischer Imperalismus und englischer Freihandel. 1906. Jul. Becker, Das deutsche Manchestertum. 1907. E. von Philippovich, Die Entwicklung der wirschaftspolitischen Ideen im Jahrhundet. 1910. I. L. Mises, die Gemeinwirtschaft. 1922.Google Scholar
  4. Zu III. Erich Marcks, Die imperialistiche Idee in der gegenwart. 1903. Imperlismus. Beiträge zur Analyse des wirtschaftlichen und politischen Lebens der Gegenwart. Eine sammlung von Gutachten, herausgegeben von W. Borgius. 1905. Friedjung, Das Zeitalter des Imperialismus. 3. Bde. 1919. Friedr. Lenz, Macht und Wirtschaft. 1916. G. v. Schulze-Gaevernitz(daszu II. gennante Werk). Jos.Schumpeter,Zur Soziologie der Imperialismen.1919. Mein „Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus“. 1927.Google Scholar
  5. W. Rathenau, Die neue Wirtschaft 1918. Der Aufbau der Gemeinschaft. Denkschrift des Recihswirtschaftsministeriums vom 7. Mai. 1919. Dazu: Rudolph Wissel und Wichard Von Moellendorff, Wirtschaftliche Selbstwaltung. 1919. Sitzungsberichte der Sozialismusierungskommission. 1919ff. K. Bücher, Die Sozialisierung. 2. Aufl. 1919. Verhandlungen des Vereins für Sozialpolitik in Regensburg 1919. (Berichte von E. Lederer, Th. Vogelstein, Fr. Eulenburg, L. v. Weise.)]Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer · Berlin 1927

Authors and Affiliations

  • Werner Sombart

There are no affiliations available

Personalised recommendations