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Einleitung

  • Ludwig Heilmeyer
Part of the Handbuch der Innerenn Medizin book series (INNEREN, volume 2)

Zusammenfassung

Noch immer ist es die Lehre von den „Sedes morborum“, die seit Morgagni das Denken der Gegenwartsmedizin beherrscht und deshalb auch das geltende Einteilungsprinzip für unsere medizinischen Lehr- und Handbücher bildet. Aber die Entwicklung unserer Wissenschaft ist in vielen Punkten darüber hinausgewachsen, so daß sich manche Schwierigkeit bietet, Organerkrankungen in diesem Rahmen zu schildern, weil wir mehr als früher sehen, daß diese Erkrankungen nur Organreaktionen als Ausdruck eines viel umfangreicheren Geschehens sind. Das Blut nimmt bei solcher Betrachtungsweise eine besonders bevorzugte Stelle ein. Ist es doch überhaupt kein Organ im engeren Sinne, sondern zunächst einmal eine Flüssigkeit, welche alle Zellen des Körpers umspült und deshalb ähnlich wie das Nervensystem ein allumfassendes Verbindungsglied darstellt. Als solches ist es der Träger aller humoralen Korrelationen. Aus dieser Betrachtung ergibt sich, daß das Blut an allen Erkrankungen des Gesamtorganismus oder seiner Teile Anteil nimmt. In der Tat hat der immer mehr verfeinerte Ausbau der analytischen Methoden uns in den Stand gesetzt, bei fast allen Erkrankungen Veränderungen des Blutes nachzuweisen. Man könnte von einer Auferstehung der Humoralpathologie, freilich in einem etwas anderen als dem ursprünglichen Sinne, sprechen. Eine solche Darstellung der Blutveränderungen übersteigt den hier festgelegten Rahmen.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. in Berlin 1942

Authors and Affiliations

  • Ludwig Heilmeyer
    • 1
  1. 1.Medizinischen Universitäts-Klinik JenaDeutschland

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