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Zusammenfassung

Leichte Veränderungen am Sehnerv, die sich durch Rötung, leichte Schwellung markieren, finden wir außerordentlich häufig bei jeder Art intracranieller Komplikation von Mittelohrentzündung, aber auch ohne nachweisliche Komplikationen (Takabatake) und bei einfacher Mastoiditis (Leimer). Ausgesprochene Staungspapille dürfte wohl kaum hier vorkommen. Tenzer fand in drei Fällen, Espenscheid „sehr häufig“ bei einfacher Otitis media diffuse Rötung der Sehnervenscheibe. Leimer sah gleichfalls Sehnervenveränderungen bei einfacher Mastoiditis. Nach Tenzer findet man bei extra-duralen Abszessen in etwa einem Viertel der Fälle meist geringe Sehnervenveränderimgen. Bei Meningitis zeigte sich in einem Drittel, bei Großhirnabszeß in der Hälfte, bei Kleinhirnabszeß in drei Viertel der Fälle Stauungspapille1). Nach Takabatake soll Stauungspapille bei diffuser eiteriger Meningitis fehlen. Andererseits sah z. B. Uffenorde die ausgesprochensten Erscheinungen der Stauungspapille bei labyrinthogener Meningitis. Die Zunahme der Stauungspapille nach der Operation besagt zunächst keine Verschlimmerung. Bei einer Operationsmethode, bei der eine wirklich vollständige Druckentlastung längere Zeit durchführbar ist (Freilegung des inneren Gehörganges), verschwindet dieselbe jedoch sofort.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1914

Authors and Affiliations

  • F. Göppert
    • 1
  1. 1.Universitäs-KinderklinikGöttingenDeutschland

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