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Die operative Behandlung der Pankreascysten

  • N. Guleke
Part of the Enzyklopaedie der Klinischen Medizin book series (EKM)

Zusammenfassung

Bei der verschiedenartigen Natur und Lage und dem voneinander abweichenden Bau der Pankreascysten ist ein einheitliches chirurgisches Vorgehen, das für alle Fälle Gültigkeit hätte, von vornherein ausgeschlossen. So wünschenswert es erscheinen mag, die Cysten und Pseudocysten des Pankreas und seiner Umgebung ähnlich, wie cystische Bildungen an anderen Stellen des Körpers, in toto sauber zu exstirpieren, so ist doch ohne weiteres klar, daß die hämorrhagischen Pseudocysten, deren Umgrenzung von den Nachbarorganen und von der Wand der Bursa omentalis gebildet wird, ohne daß eine eigene Wandung besteht, ebensowenig wie viele peripankreatischen retroperitonealen Cysten einer Exstirpation zugängig sind. Bei der seltenen polycystischen Degeneration des Pankreas kommt ein chirurgisches Vorgehen in der Regel überhaupt nicht in Betracht. Es ergibt sich somit, daß die verschiedenen Arten der Pankreascysten auch eine verschiedene Behandlung erfordern, wie sie uns in der schon bei der ersten Operation einer Pankreascyste von Gussenbauer (1882) angewandten Einnähung der Cyste in die Bauchwunde mit nachfolgender Drainage der Cyste und in der Exstirpation des Cystensackes zur Verfügung stehen. In neuester Zeit ist als drittes Verfahren noch die „ Pankreato-Gastrostomie“ hinzugekommen.

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© Julius Springer in Berlin 1924

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  • N. Guleke

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