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Die chirurgische Behandlung der chronischen Pankreatitis

  • N. Guleke
Part of the Enzyklopaedie der Klinischen Medizin book series (EKM)

Zusammenfassung

Die Frase, wie lange eine chronische Pankreasentzündung mit inneren Mitteln, von wann ab sie chirurgisch (operativ) behandelt werden muß, läßt sich nicht allgemeingültig beantworten. Da wir wissen, daß aus einer anfangs leichten, nur auf einzelne Teile des Pankreas, besonders seinen Kopf, beschränkten chronischen Entzündung diffuse, in späteren Stadien irreparable Prozesse hervorgehen können, die zur Atrophie und zum vollständigen Untergang des Drüsengewebes führen, so ist es selbstverständlich unsere Aufgabe, einzugreifen, ehe solche irreparablen Schädigungen aufgetreten sind. Eine genaue Zeitangabe aber, wann ein chirurgischer Eingriff im Einzelfalle noch Erfolg verspricht, wann nicht mehr, ist natürlich nicht zu machen. Bei den meisten für den Chirurgen in Betracht kommenden Fällen stellt die chronische Pankreatitis nur eine, wenn auch schwere Komplikation von Erkrankungen der Nachbarorgane, in allererster Linie der Gallenwege (Gallensteine, entzündliche Zustände der Gallenblase und -gänge), dann des Magens und Duodenums (Ulcus) dar. Hier wird also in der Regel der Verlauf des Grundleidens und nicht der Zustand des Pankreas den Zeitpunkt für die Ausführung der Operation bestimmen. Der Verdacht auf eine gleichzeitig bestehende Pankreatitis oder der Nachweis einer solchen wird allerdings den Entschluß zur Operation beschleunigen und insofern (entgegen der Anschauung Heibergs) für die Einleitung der chirurgischen Therapie mitbestimmend sein.

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© Julius Springer in Berlin 1924

Authors and Affiliations

  • N. Guleke

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