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Zusammenfassung

Einen tieferen Einblick in die Verknüpfung der Stoffwechselvorgänge gewinnen wir durch die Abtrennung der Fermente von der Struktur und dem präformierten Kohlehydrat. Dies gelingt nicht für das Atmungsferment, das im Muskelgewebe wie in den meisten anderen Zellen bei der Zerstörung strukturgebunden bleibt, wohl aber für die Permente des Spaltungsumsatzes, vor allem für die Milchsäurebildung und die mit der Milchsäurebildung verknüpfte Estersynthese sowie auch für die Hydrolysen der verschiedenen Phosphorsäure Verbindungen. Die Struktur des Muskels ist selbstverständlich notwendig, damit die Stoffwechselreaktionen die chemische Energie in mechanische transformieren können, was nur an Phasengrenzen geschehen kann. Das Studium dieser chemischen Vorgänge in Lösung kann für eine solche Transformierung nichts aussagen, die Verknüpfung der chemischen Vorgänge selbst wird aber am besten unter diesen einfachen Bedingungen studiert. Bei der Tätigkeit des Muskels dürfte die anoxydative Milchsäurebildung an Oberflächen vonstatten gehen, bei der kontinuierlichen Ruhemilchsäurebildung ist dies wahrscheinlich nicht der Fall, da diese nicht narkotisierbar ist.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1930

Authors and Affiliations

  • Otto Meyerhof
    • 1
    • 2
  1. 1.Instituts für PhysiologieHeidelbergDeutschland
  2. 2.Kaiser Wilhelm-Institut für Medizin. ForschungHeidelbergDeutschland

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