Allgemeine Wachstumsphänomene, Lebensdauer und Tod der Explantate

  • V. Bisceglie
  • A. Juhész-Schäffer
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiet der Physiologie der Pflanzen und der Tiere book series (MGPPT, volume 14)

Zusammenfassung

An einer Kultur muß man streng unterscheiden zwischen dem Fragment des explantierten Gewebes und dem Kulturmedium, das die proliferierenden und eingewanderten Zellelemente enthält. Am Fragment des explantierten Gewebes, vorausgesetzt, daß es nicht sehr klein sei, bemerkt man, daß es in seiner Gesamtheit nicht fähig ist, einer Zellproliferation Platz zu geben. Der zentrale Teil des explantierten Gewebes, welcher wegen seiner Dicke in lebendem Zustand nicht einer direkten mikroskopischen Untersuchung unterzogen werden kann, geht regressiven und autolytischen Prozessen entgegen. Nur die Randzone des Explantates gibt der echten Gewebekultur Raum. Von ihr trennen sich die Zellelemente los, welche in das Plasma wandern und sich vermehren, und in ihr finden mit intensivem Rhythmus die Zellenteilungen statt. Diese Zone ist deshalb von Champy „fruchtbare Zone“ genannt worden. Nach Champy geht der zentrale Teil des Fragmentes von den ersten Stunden der Explantation an autolytischen Vorgängen, sei es, daß der Tod der Elemente durch Ersticken, sei es durch Nahrungsmangel, bedingt wird, entgegen. Wenn jedoch die Degeneration der zentralen Zone eine Erscheinung ist, die ständig vorkommt, so ist es nicht zu glauben, daß sie mit solcher Schnelligkeit eintritt, wie Champy annimmt.

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© Verlag von Julius Springer 1928

Authors and Affiliations

  • V. Bisceglie
  • A. Juhész-Schäffer

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