Obst und Obsterzeugnisse

  • A. Beythien
Part of the Handbuch der Lebensmittelchemie book series (LEBENSMITTEL, volume 5)

Zusammenfassung

Unter der Bezeichnung Obst faßt man eine große Zahl von Früchten und Scheinfrüchten zusammen, die wegen ihres saftigen Fleisches und ihres Gehaltes an Zucker, organischen Säuren und Aromastoffen sowohl roh als auch in den verschiedensten Zubereitungsformen genossen werden. Im Gegensatz zu der früher weit verbreiteten Ansicht, daß sie im Hinblick auf ihren hohen Wassergehalt und dadurch bedingten geringen calorischen Wert nur als Genußmittel, eine Art Luxusspeise für den Tisch der begüterten Kreise anzusehen seien, betrachtet die moderne Ernährungslehre das Obst als Träger von Vitaminen und organischen Mineralsalzen wegen seiner günstigen diätetischen Wirkung auf die Verdauung, den Mineralstoffwechsel und das Allgemeinbefinden als echte, unentbehrliche Nahrungsmittel, deren Verbrauch mit allen Mitteln gefördert werden muß. Diesen Zwecken dienen die Bestrebungen zur Ausdehnung des heimischen Anbaues, zur Züchtung edlerer Sorten und zur Überführung in eine haltbare Form. Während die letzteren in dem Abschnitt „Obstdauerwaren“ S. 560f. zu besprechen sein werden, sollen die allgemeinen Fragen der Begriffsbestimmung, der Obstarten und des Obstanbaues in dem Abschnitt I behandelt werden.

Buch-Literatur

  1. K. v. Buchka: Das Lebensmittelgewerbe, Bd. 2. Leipzig: Akademische Verlagsgesellschaft 1914.Google Scholar
  2. Moriz Heyne: Das deutsche Nahrungswesen. Leipzig: S. Hirzel 1901.Google Scholar
  3. O. Kestner u. H. W. Knipping: Die Ernährung des Menschen. Berlin: Julius Springer 1924.Google Scholar
  4. J. Kochs u. A. Knatjth: Die industrielle Obst- und Gemüseverwertung. Berlin: Paul Puters 1919.Google Scholar
  5. J. König: Chemie der menschlichen Nahrungs- und Genußmittel, 4. Aufl. Berlin: Julius Springer, Bd. I 1904; Bd. II 1904; Bd. III 1910–1918.Google Scholar
  6. J. König: Nahrung und Ernährung des Menschen. Berlin: Julius Springer 1926.CrossRefGoogle Scholar
  7. E. Lippold: Obstkonserven, Fruchtsäfte, Marmeladen. Leipzig: Max Jänecke 1914.Google Scholar
  8. E. Lippold: Mercks Warenlexikon, 6. Aufl., bearb. von Beythien u. Dressler. Leipzig: G. A. Gloeckner 1919.Google Scholar
  9. E. Lippold: Konrad zu Putlitz: u. Lothar Meyer: Landlexikon. Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt 1913.Google Scholar
  10. E. Lippold: Serger u. Hempel: Konserventechnisches Taschenbuch. Braunschweig: Dr. Serger u. Hempel 1933.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • A. Beythien
    • 1
  1. 1.DresdenDeutschland

Personalised recommendations