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Zusammenfassung

Unter den endogenen Psychosen sind die manischen und depressiven Psychosen im Vergleich zur Schizophrenie bedeutend weniger erforscht. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die eher vernachlässigten affektiven Erkrankungen sind vielleicht seltener, sie heilen in der Regel ab und belasten somit die Sozietät und die psychiatrischen Kliniken weniger, sie faszinieren nicht durch eine besonders schillernde, widersprüchliche und rätselhafte Symptomatik und schließlich sind manische und endogen depressive Erkrankungen gewissen psychotherapeutischen Bemühungen wegen ihrer größeren Umweltstabilität weniger zugänglich. Obwohl auch innerhalb der modernen Pharmakotherapie endogener Psychosen vorerst die neuroleptische Behandlung der Schizophrenie völlig im Vordergrund gestanden hatte, begann sich doch in den letzten acht Jahren seit der Entwicklung von Antidepressiva die Aufmerksamkeit wachsend auf die endogenen Depressionen zu richten. Dies ist um so mehr zu begrüßen, als man sich doch ernstlich fragt, ob gewisse Probleme, welche sich auch bei der Schizophrenie stellen, sich nicht besser am einfacheren Objekt, nämlich an den endogenen Depressionen und Manien, studieren lassen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Jules Angst
    • 1
  1. 1.Psychiatrischen Universitätsklinik BurghölzliZürichSchweiz

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