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Einleitung

  • Harald Pfeiffer
  • Hans Thomas
Part of the Reine und angewandte Metallkunde in Einzeldarstellungen book series (METALLKUNDE, volume 2)

Zusammenfassung

Unter Zunder versteht man das bei hoher Temperatur an der Oberfläche entstehende feste Produkt der Reaktion eines Metalls mit seiner (gasförmigen) Umgebung. Die Verzunderung führt zur Zerstörung des metallischen Werkstückes. Als zunderfest werden Legierungen bezeichnet, bei denen dieser Vorgang nahezu unmerklich oder mindestens so langsam abläuft, daß man mit einer ausreichenden Lebensdauer rechnen kann. Zunderfestigkeit ist ein relativer Begriff; eine allgemein gültige exakte Festlegung gibt es noch nicht. Als Anhaltspunkt mag die für zunderfeste Stähle häufig verwendete Definition gelten, daß ein Werkstoff dann als zunderfest bei einer bestimmten Temperatur gilt, wenn das Gewicht der verzunderten Metallmenge nicht größer als 1 g/m2 h und bei einer um 50 grd höheren Temperatur nicht größer als 2 g/m2 h ist; hierbei sind allerdings die etwaigen Einflüsse der Versuchszeit, der Zwischenabkühlungen, der Umgebung usw. nicht berücksichtigt. Die Technik bedient sich verschiedener Prüfmethoden, die aber großenteils nur relative Ergebnisse liefern. Wegen der Vielzahl der Einflußgrößen im praktischen Einsatz ist ein sicherer Schluß auf die tatsächlich erzielbare Lebensdauer ohnehin kaum möglich. Im vorliegenden Buch werden nur diejenigen technischen Legierungen behandelt, die bei mehr als 800 °C eine ausreichende Zunderfestigkeit aufweisen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Harald Pfeiffer
    • 1
  • Hans Thomas
    • 1
  1. 1.Vacuumschmelze Aktiengesellschaft HanauHanauDeutschland

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