Die Subjekte des Prozesses

  • Arwed Blomeyer
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE)

Zusammenfassung

Die ausführliche Darstellung der Gerichtsbarkeit und ihrer Organe ist dem Bande „Gerichtsverfassungsrecht“ vorbehalten. Deshalb wird diese Materie im folgenden nur so weit behandelt, als es zum Verständnis des Zivilprozesses unbedingt erforderlich ist.

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Literatur

  1. 1.
    Bettermann: Die Unabhängigkeit der Gerichte und der gesetzliche Richter, in Die Grandrechte, III 2 (1959) S. 634.Google Scholar
  2. 2.
    Umgekehrt können Gerichte mit Aufgaben der Justizverwaltung betraut werden, vgl. §4 EGGVG.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Riezler, Internationales Zivilprozeßrecht (1949) S. 197ff.Google Scholar
  4. 4.
    Konsuln nur nach Staatsvertrag, § 21 GVG.Google Scholar
  5. 5.
    Etwa fremde Staatsoberhäupter, auch fremde Staaten selbst, wobei aber zweifelhaft ist, wieweit das gerade bei privatrechtlichen Beziehungen gilt.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Art. 6ff. des Truppenvertrages (Fassung der Bekanntmachung vom 30. März 1955): Strafrechtliche Exemtion.Google Scholar
  7. 7.
    Jaxteenig: Das fehlerhafte Zivilurteil (1958) S. 159/160.Google Scholar
  8. 1.
    Dagegen die h.L., aber vgl. Jauernig S. 161f., und RG 157, 389 (394).Google Scholar
  9. 2.
    Vgl. unten § 5 IV 3 h.Google Scholar
  10. 3.
    Geriehtsverfassungsgesetz vom 27. Januar 1877 (GVG).Google Scholar
  11. 4.
    Verwaltungsgerichtsordnung vom 21. Januar 1960 (VerwGO).Google Scholar
  12. 5.
    Reichsabgabenordnung vom 22. Mai 1931 (AO); Ges. über den Bundesfinanzhof vom 29. Juni 1950; Ges. über Maßnahmen auf dem Gebiet der Finanzgerichtsbarkeit vom 22. Oktober 1957.Google Scholar
  13. 6.
    Arbeitsgerichtsgesetz vom 3. September 1953 (ArbGG).Google Scholar
  14. 7.
    Sozialgerichtsgesetz vom 3. September 1953 (SGG).Google Scholar
  15. 8.
    Bundesverfassungsgerichtsgesetz vom 12. März 1951 (BVerfGG).Google Scholar
  16. 9.
    Bundesdisziplinarordnung vom 28. November 1952 (BDO) für Bundesbeamte.Google Scholar
  17. 10.
    Deutsches Richtergesetz vom 8. September 1961 (DRiG), §§ 61ff.Google Scholar
  18. 11.
    Wehrdisziplinarordnung vom 15. März 1957 (WDO), Wehrbeschwerdeordnung vom 23. Dezember 1956 (WBO).Google Scholar
  19. 12.
    Patentgesetz vom 9. Mai 1961 (PatG): Patentgericht, Bundesgerichtshof.Google Scholar
  20. 13.
    Bundesrechtsanwaltsordnung vom 1. August 1959 (BRAO).Google Scholar
  21. 14.
    Im Gegensatz zu den ad hoc oder ad personam gebildeten Ausnahmegerichten, welche Art. 101 1 GG verbietet.Google Scholar
  22. 15.
    § 14 Nr. 1 GVG, Ges. über das gerichtliche Verfahren in Binnenschiffahrts-und Rheinschiffahrtssachen von 1952.Google Scholar
  23. 16.
    Die württembergisch-badischen Gemeindegerichte (§ 14 Ziff. 2 GVG, bad.-württ. Gemeindegerichtsgesetz v. 7. 3.1960) sind Gerichte, BVerfG NJW 62, 1611; die württ.-bad. Friedensgerichte (bad.-württ. Ges. vom 29. 3. 49) sind es nicht, BVerfG 10, 200 (213–220).Google Scholar
  24. 17.
    Vgl. auch BGH MDR 62, 892: „der ordentlichen Gerichtsbarkeit gleichgesetzte Gerichtsbarkeit“.Google Scholar
  25. 1.
    Der Ausdruck wird in Art. 14 III 4, 19 IV 2, 34, 3 GG verwendet.Google Scholar
  26. 2.
    Die im einzelnen umstrittene Frage, wieweit sich mit dem obengenannten Begriff der „Gerichtsbarkeit“ein eigener „Rechtsweg“verbindet, mag hier dahinstehen. Im Verhältnis zu den ordentlichen Gerichten wäre nur die Stellung der Arbeitsgerichte von Bedeutung, und hier hat § 48 ArbGG eine positive Regelung getroffen.Google Scholar
  27. 3.
    § 13 GVG nennt auch „Verwaltungsbehörden“, ist aber insoweit durch Art. 92 GG aufgehoben. Zulässig ist es weiterhin, die Klage gegen eine Verwaltungsbehörde beim ordentlichen Gericht vom „Vorbescheid“einer Verwaltungsbehörde abhängig zu machen, der aber keine bindende Wirkung hat, BVerfG NJW 59, 139, z. B. der Anspruch auf Herausgabe hinterlegter Gegenstände mit Ablehnung durch den Oberlandesgerichtspräsidenten, § 3 V HinterlO (bedenklich § 35 BJagdG und § 36 StrandungsO).Google Scholar
  28. 4.
    Die besondere Zulassung betrifft derzeit nur die Arbeitsgerichte, wenn man sie nicht als Sondergerichte der ordentlichen Gerichtsbarkeit ansieht.Google Scholar
  29. 5.
    Der Bundesgerichtshof stellte im Anschluß an das Reichsgericht auf die Rechtsauffassung ab, wie sie bei Irlaß des GVG herrschend war, BGH 9, 339 (343ff.) (sog. Zivilprozeßsachen, kraft Überlieferung). § 40 VerwGO hat diese traditionellrechtlichen Zuständigkeiten teils übernommen, im übrigen abgeschafft.Google Scholar
  30. 6.
    RG 167, 312 (315); BGH 29, 187 (189); doch erscheint es zweifelhaft, ob nicht auch die Einwendungen des Beklagten hierzu geprüft werden müßten, dafür Bötticher, DVB1 50, 321ff.; DRiZ 52, 4ff. Vgl. zu diesen Fragen jetzt P. Lerchr in der Festschrift für das Bundesverwaltungsgericht (1963).Google Scholar
  31. 7.
    Anders früher Art. 129 13 WeimRV, § 142 RBG und § 9 GVG.Google Scholar
  32. 1.
    Die nach § 17 a GVG zulässige Einrichtung von Kompetenzkonfliktsgerichts-höfen durch Landesrecht (Bayern, Württemberg) hat nur geringe Bedeutung, da deren Zuständigkeit mit dem rechtskräftigen Urteil eines Gerichts über die Reehts-wegfrage endet.Google Scholar
  33. 2.
    Siehe unten § 39.Google Scholar
  34. 3.
    Vgl. Bötticheb, RdA 60, 162; BSG NJW 60, 2072; BVerwG NJW 60, 2355 (bestr.).Google Scholar
  35. 4.
    §§ 188, 231 StGB, § 26 UWG, 9 50 PatG, § 29 WZG u.a.Google Scholar
  36. 5.
    Vgl. dazu Bettebmann, Die Freiwillige Gerichtsbarkeit im Spannungsfeld zwischen Verwaltung und Rechtsprechung, Festschrift Lent (1957), 17ff.Google Scholar
  37. 6.
    Sachlich gehören z.B. das Entmündigungs- und das Aufgebotsverfahren (§§ 645ff., 946ff.) sicherlich nicht zur streitigen Gerichtsbarkeit.Google Scholar
  38. 7.
    Ausnahme: Die Gemeindegerichte. Siehe oben S. 19 Anm. 16.Google Scholar
  39. 8.
    Soweit noch möglich, ist unbedingt daran festzuhalten, daß auch die sowjetische Besatzungszone zum Gebiet der deutschen Rechtspflege gehört.Google Scholar
  40. 1.
    Arbeitsgerichte leisten untereinander Rechtshilfe, außerhalb des Sitzes eines Arbeitsgerichts leistet das Amtsgericht Rechtshilfe, § 13 ArbGG.Google Scholar
  41. 2.
    BGBl 1958 II 576 und AusfG v. 18.12. 58, BGBl I, 939.Google Scholar
  42. 3.
    Das gilt besonders für den Bundesgerichtshof als Revisionsgericht, der deshalb in der Besetzung von 5 Richtern entscheidet.Google Scholar
  43. 4.
    Vgl. im einzelnen die §§ 59–62 GVG.Google Scholar
  44. 5.
    Die Kammern für Handelssachen können ihren Sitz an einem anderen Ort als dem Sitz des Landgerichts (aber nur in dessen Bezirk) haben. § 93 II, sog. detachierte Kammer für Handelssachen.Google Scholar
  45. 1.
    Zum arbeitsgerichtlichen Verfahren vgl. die §§ 16, 35 II, 40 ArbGG.Google Scholar
  46. 2.
    Soweit gegen seine Anordnungen die Beschwerde zulässig ist, geht sie nicht an das Kollegium, sondern an das übergeordnete Gericht, §571. Ausnahmen: § 200 IV 2 GVG (Bestimmung zur Feriensache), § 140 (Beanstandung der Prozeß-leitung), § 397 III (Fragen an den Zeugen).Google Scholar
  47. 3.
    Darüber unten § 57.Google Scholar
  48. 4.
    Gegen seine Entscheidung ist das Kollegium anzurufen, § 576.Google Scholar
  49. 5.
    Vgl. § 114 GVG zur „eigenen Sachkunde und Wissenschaft“der Kammern.Google Scholar
  50. 6.
    Deutsches Richtergesetz vom 8. September 1961 (DRiG); Art. 98 III 2 GG ermächtigt den Bund zu Rahmenvorschriften für die Richter der Länder.Google Scholar
  51. 7.
    § 45 I 1 DRiG für ehrenamtliche Richter.Google Scholar
  52. 1.
    Die Verwendung „auf Probe“darf 6 Jahre nicht überschreiten, § 12 DRiG, die Entlassung ist nach dem vierten Probejahr ausgeschlossen, § 22 DRiG. Bei einer gerichtlichen Entscheidung darf nicht mehr als ein Richter auf Probe mitwirken, §29 DRiG.Google Scholar
  53. 2.
    Unten § 88 II.Google Scholar
  54. 3.
    Unten § 5 VIII 2.Google Scholar
  55. 4.
    Oben I 3 c.Google Scholar
  56. 5.
    Unten § 102 II.Google Scholar
  57. 6.
    Hierzu vgl. im einzelnen Bettermann, Grundrechte III 2, 537ff.Google Scholar
  58. 7.
    Verwandtschaft in gerader Linie oder durch Adoption, in der Seitenlinie bis zum dritten Grad, Schwägerschaft bis zum zweiten Grad, auch nach Auflösung der sie vermittelnden Ehe, § 41 Ziff. 3.Google Scholar
  59. 8.
    Das gilt nicht, wenn der Ausschließungsgrund von einer Partei bereits erfolglos geltend gemacht worden war, § 579 Ziff. 2.Google Scholar
  60. 9.
    BGH LM 2 zu § 42 ZPO. Instruktiv Tepiitzky, NJW 62, 2044ff.Google Scholar
  61. 1.
    LG Berlin, MDB 52, 558, vgl. auch Düsseldorf, MDB, 56, 557 (privater Augenschein).Google Scholar
  62. 2.
    LG Kassel, NJW 56, 1761.Google Scholar
  63. 3.
    BG JW 31, 87.Google Scholar
  64. 4.
    München, HRR 37, 471; Stuttgart, JB 50, 760 (Schiedsgericht).Google Scholar
  65. 5.
    Bei Beschlußunfähigkeit entscheidet das vorgesetzte Gericht, § 45 I.Google Scholar
  66. 6.
    Unten § 53 IV.Google Scholar
  67. 7.
    Unten § 32 I 3.Google Scholar
  68. 8.
    Aktenordnung vom 28. Dezember 1934, DJ 1492.Google Scholar
  69. 9.
    Unten § 3211 b.Google Scholar
  70. 10.
    Bechtspflegergesetz vom 8. Februar 1957 (BpflG).Google Scholar
  71. 1.
    Vgl. § 122 DRiG für seine Ernennung und Disziplinarangelegenheiten.Google Scholar
  72. 2.
    Bei der Entmündigung wegen Versehwendung oder Trunksucht ist der Staatsanwalt nur ausnahmsweise beteiligt, § 684 III, 686 III.Google Scholar
  73. 3.
    Bundesrechtsanwaltsordnung vom 1. August 1959 (BRAO).Google Scholar
  74. 4.
    In Berlin, Bremen und Saarbrücken ist auch die Zulassung bei Land- und Oberlandesgericht zugleich zulässig, vgl. § 226 II BRAO.Google Scholar
  75. 5.
    Über die beschränkte Zulassung beim Bundesgerichtshof vgl. die §§ 164ff. BRAO.Google Scholar
  76. 1.
    Wach: Handbuch, S. 347: „Funktionelle Kompetenz“.Google Scholar
  77. 2.
    Der Ausdruck prorogatio fori für die absichtliche Unterwerfung unter ein unzuständiges Gericht rührt vom kanonischen Recht her, vgl. Wetzell, §39 Anm.28.Google Scholar
  78. 3.
    Eine Konkurrenz ausschließlicher Zuständigkeiten ist möglich, §§ 486 (Beweissicherung), 919 (Arrest), 942/3 mit 802 (einstweilige Verfügung).Google Scholar
  79. 1.
    Im Sprachgebrauch bezeichnet man auch das Instanzgericht selbst als „Instanz“(„die zweite Instanz wies die Klage ab“).Google Scholar
  80. 2.
    RG 41, 426ff. (VZS); Stein-Jonas-Schönke, II 1 zu § 176, h. L.Google Scholar
  81. 3.
    So grundlegend RG 68, 247ff. (VZS).Google Scholar
  82. 4.
    Unten § 28 II 1.Google Scholar
  83. 5.
    Unten § 75II 1.Google Scholar
  84. 6.
    Unten § 119 II 1.Google Scholar
  85. 7.
    Unten § 63 12; § 64 II 2.Google Scholar
  86. 8.
    Rosenbeeg, § 29 IV 2a; Baumbacm-Lauteebach, 2 A vor § 1; a. A. Wieczo-rek, BIV b zu § 1 wegen der Möglichkeit, ein Schiedsgericht zu vereinbaren (§ 1025).Google Scholar
  87. 1.
    RG 144, 158 (159); BGH 18, 5 (7/8); 14, 72 (74).Google Scholar
  88. 2.
    RG JW 99, 574 (obiter).Google Scholar
  89. 3.
    BGH 18, 5 (8/9).Google Scholar
  90. 4.
    Vgl. RG 168, 200 (202/3) zum Aussehluß aus einer Genossenschaft.Google Scholar
  91. 5.
    RG 165, 248 (249).Google Scholar
  92. 6.
    RG a. a. O.Google Scholar
  93. 7.
    Nicht die Deliktsansprüche wegen der Beiwohnung (§§ 825, 847 II BGB) und nicht der Kranzgeldanspruch aus dem Verlöbnis (§ 1300 BGB).Google Scholar
  94. 8.
    Soweit es sich hierbei um Versorgungsstreitigkeiten handelt, die dem Anerbenrecht unterliegen, greift regelmäßig die Zuständigkeit der Landwirtschaftsgerichte ein, § 1 Ziff. 5 LwVG.Google Scholar
  95. 9.
    Biese Zuständigkeit des Amtsgerichts als Sondergericht schließt die ordentlichen Gerichte nicht aus, so eingehend RG 87, 251 (253–256).Google Scholar
  96. 1.
    Die Vollmacht braucht keine Prozeßvollmaeht i. S. des § 80 zu sein, RG 58, 109 (111).Google Scholar
  97. 2.
    Im Schrifttum werden auch die Widerklage (§ 33) allgemein sowie die Klagerweiterung (§ 268 Ziff. 2, 3) und die Zwischenfeststellungsklage (§ 280) genannt, Rosenberg, § 31 II 3 c; aber das Amtsgericht wird unzuständig, wenn die erweiterte Klage oder Widerklage den Betrag von 1000 DM übersteigen, und nur dann wieder zuständig, wenn keine Partei die Unzuständigkeit geltend macht (§ 506), was die Bedeutung einer Prorogation hat.Google Scholar
  98. 3.
    § 71 II Ziff. 1 GVG (Ansprüche auf Grund der Beamtengesetze gegen den Fiskus) ist seit § 126 BeamtenrechtsrahmenG und §85 Ziff. 1 DRiG gegenstandslos.Google Scholar
  99. 4.
    Wieczorek, A III zu § 71 GVG.Google Scholar
  100. 1.
    Hierauf macht Bettermaütn, JZ 62, 168 unter 12 aufmerksam.Google Scholar
  101. 2.
    Teilweise abweichend wird der Streitwert für die Berechnung der Gerichtskosten nach den §§ 11 ff. GKG, für die Berechnung der Anwaltskosten nach § 8 BRAGebO bestimmt.Google Scholar
  102. 1.
    BGH 7, 152 (153f.) gegen die Rspr. des RG.Google Scholar
  103. 2.
    Auch die Aufrechnung des Beklagten mit einer Gegenforderung erhöht den Streitwert nicht, BGH LM 6 zu § 3 ZPO.Google Scholar
  104. 8.
    In der Berufungs- und Revisionsinstanz entscheidet die Zeit der Einlegung des Rechtsmittels, § 41.Google Scholar
  105. 4.
    RG 168, 355 (359) GZS.Google Scholar
  106. 5.
    Entsprechend für das Sicherungseigentum BGH LM 6 zu § 6 ZPO.Google Scholar
  107. 6.
    Bei positiver Feststellungsklage wendet die Rechtsprechung nicht § 9, sondern § 3 an und hält bei unbestimmter Dauer den zehnfachen Jahresbetrag normalerweise für angemessen, RG 166, 74 (76); BGH 1, 43f., die negative Feststellungsklage wird § 9 unterstellt, BGH 2, 276 (277f.). § 3 gilt ferner für Verzugszinsen, weil die Hauptforderung kaum erst nach 12% Jahren getilgt werden wird, BGH 36, 144 (147/8).Google Scholar
  108. 7.
    Das kann auch nicht dadurch vermieden werden, daß die Zinsen berechnet und mit dem Kapital in einer Summe verlangt werden, BGH LM 5 zu § 4 ZPO.Google Scholar
  109. 8.
    BGH 26, 174 (175ff.); Rosenbbbg, §31 IV 3 (bestr.).Google Scholar
  110. 1.
    Der Ausdruck „Gerichtsstand“weist darauf hin, daß der Beklagte vor dem (örtlich) zuständigen Gericht „zu Recht stehen muß“, Planck I S. 49; er „hat“dort seinen Gerichtsstand; der Kläger „klagt im allgemeinen Gerichtsstand“(des Beklagten).Google Scholar
  111. 2.
    C. 3.19. 3.Google Scholar
  112. 3.
    Die Regel gilt auch für offene Handelsgesellschaften, die unter ihrer Firma verklagt werden können (§ 124 I HGB), Kommanditgesellschaften und nichtrechtsfähige Vereine, Wibczorek, A II zu § 17.Google Scholar
  113. 1.
    Rosenbebg, § 33 II 1, rechnet nur vermögensrechtliche Angelegenheiten zu den besonderen Gerichtsständen(?); zutreffend Nikisch, §23 III.Google Scholar
  114. 2.
    Nicht: Eine Hutschachtel und Orchestermaterial, RG JW 97, 457, oder Briefe und Handakten, RG 24, 414 (415f.). Wohl aber nach RG 51, 163 (165) ein angefangenes Handelsbuch, für dessen Inanspruchnahme 191/2 fl. österreichische Stempelgebühren bezahlt waren. Die Pfändbarkeit ist nicht erforderlich, RG 75, 414 (416).Google Scholar
  115. 3.
    KG HRR 39, 1047.Google Scholar
  116. 4.
    BGH 4, 62 (66ff.); 5, 35 (37f.).Google Scholar
  117. 5.
    Bei unbeweglichen Sachen greift § 24 ein.Google Scholar
  118. 6.
    Vgl. RG 51, 256ff.Google Scholar
  119. 1.
    Ebenso für die Wandlungshlage mit eingehender Begründung Bötticher, SJZ 48, 738ff.Google Scholar
  120. 2.
    Auch, für konkurrierende Ansprüche nach dem UWG trotz § 24 UWG, BGH LM 1 zu § 32 ZPO.Google Scholar
  121. 3.
    BGH LM 5 zu § 32 ZPO; RG Warn. 37, 111 (S. 265 a.E.). Nicht auch dort, wo weitere Schadensfolgen eintreten, dazu eingehend Karlsruhe, MDR 60, 56 mit Belegen; offen gelassen in BGH a. a. 0.Google Scholar
  122. 4.
    RG 27, 418 (419f.) für den Fall des Betrugs durch Zeitungsanzeigen, RG 78, 256 (257/8); RG HRR 36, 540 für beleidigende Presseartikel.Google Scholar
  123. 5.
    Stein-Jonas-Scaaönkb, II 1 a, b zu § 35a, beschränkt die Vorschrift auf eheliche Kinder (bestr.).Google Scholar
  124. 6.
    Vgl. Rosenberg, § 35 III pr.Google Scholar
  125. 1.
    Vgl. Rosenbebg, § 35 III 3 a.E.Google Scholar
  126. 2.
    Hatte der deutsche Erblasser beim Tod keinen inländischen Gerichtsstand, so entscheidet sein letzter inländischer Wohnsitz, hatte er keinen solchen, gilt der Sitz der Bundesregierung als Wohnsitz, § 27 II.Google Scholar
  127. 3.
    Auch die Feststellung der Testamentsgültigkeit sowie die Erbunwürdig-keitsklage.Google Scholar
  128. 1.
    Im einzelnen vgl. Riezleb, Internationales Zivilprozeßrecht (1949) S. 197ff.; vgl. auch Soergel-Siebert (Kegel), 304 vor Art. 7 EGBGB.Google Scholar
  129. 2.
    Bettermann: Die Unabhängigkeit der Gerichte und der gesetzliehe Richter, Die Grundrechte III2 (1959) S. 569, hält § 36 wegen Art. 101 I 2 für verfassungswidrig, soweit an Stelle des verhinderten Gerichts „irgendein anderes“gleichstufiges Gericht bestimmt werden kann. Zurückhaltend BVerfG 6, 45 (50ff.); 9, 223 (226f.).Google Scholar
  130. 3.
    BGH 7, 307 (310) (Das Amtsgericht Königsberg war 1945 Konkursgericht).Google Scholar
  131. 4.
    Beispiel RG 115, 372.Google Scholar
  132. 5.
    Entsprechende Anwendung auf Gesamthypotheken auf Grundstücken in mehreren Bezirken, RG 143, 2951; BGH MDR 51 B 240.Google Scholar
  133. 6.
    Beispiel BGH LM 1 zu § 36 Ziff. 6 ZPO: Das LG in K. verweist den Rechtsstreit auf Parteiantrag an das LG in U., wohin der Beklagte im Prozeß verzogen war. Das LG in U. erklärt sich für unzuständig und reicht die Akten zurück.Google Scholar
  134. 7.
    RG 158, 222f. gegen die frühere Rspr.; BGH LM 2, 4 zu § 36 Ziff. 3 ZPO.Google Scholar
  135. 1.
    § 38 schließt auch nichtvermögensrechtliche Streitigkeiten aus; für sie besteht immer eine ausschließliche Zuständigkeit.Google Scholar
  136. 2.
    Prorogatio fori bedeutete die absichtliche Unterwerfung der Parteien unter ein unzuständiges Gericht, vgl. Wetzell, § 39,2.Google Scholar
  137. 3.
    Rosenbebg, § 36 I 5; vgl. BGH LM 1 zu § 12 ZPO (Satzung öffentlichrechtlicher Körperschaft).Google Scholar
  138. 4.
    Vgl. unten § 30 VIII.Google Scholar
  139. 5.
    Die Vereinbarung eines „Erfüllungsorts“, der mit dem Leistungsort keinerlei Zusammenhang hat, ist als Gerichtsstandvereinbarung auszulegen; das übersieht RG 41, 358 (361).Google Scholar
  140. 6.
    Das Rechtsmittelgericht könnte seine eigene Zuständigkeit nur prüfen, wenn sich das bei ihm eingelegte Rechtsmittel gegen die Entscheidung eines Untergerichts wendet, das nicht zu seinem Gerichtsbezirk gehört; das kommt aber nicht vor.Google Scholar
  141. 7.
    Die rechtliche Würdigung, die der Kläger vornimmt, ist bedeutungslos, RG Warn. 20, 60; RG 129, 175 (179).Google Scholar
  142. 8.
    RG 29, 371 (372); Seuff. A 91, 50; BGH 16, 275 (280/1).Google Scholar
  143. 1.
    Vgl. RG 110, 315 (317/8).Google Scholar
  144. 2.
    RG 29, 371 (3741); Warn. 13, 302.Google Scholar
  145. 3.
    Dartiber unten §46.Google Scholar
  146. 4.
    RG 52, 136 (137/8); Warn. 26, 15.Google Scholar
  147. 5.
    Unten § 83 IV.Google Scholar
  148. 6.
    Im einzelnen darüber unten § 39 IV.Google Scholar
  149. 7.
    Armenreehtsverfakren: BAG AP 13 zu §276 ZPO unter 4 (bestr.); Mahn-verfahren: § 697; Entmündigungsverfahren: BGH LM 2 zu § 648 ZPO; Aufgebotsverfahren: RG 121, 20 (21–23) usw.Google Scholar
  150. 8.
    Verweisung in der Revisionsinstanz: RG 165, 374 (384); BGH LM 6 zu § 3 LVO.Google Scholar
  151. 9.
    RG 131, 197 (200); BGH 1, 341.Google Scholar
  152. 10.
    KG JW 29, 869.Google Scholar
  153. 11.
    KG NJW 59, 2069; hier ist entgegen § 276 II 1 eine Beschwerde zulässig, Nürnberg, MDR 61, 238, Rosenbbeg, § 38 II 2d, woselbst weitere Einzelfragen.Google Scholar
  154. 12.
    Vgl. zum folgenden Blomeyee, Festsehr. der Juristisehen Fakultät Berlin (1955), S.73ff.Google Scholar
  155. 1.
    Gibt es der Klage statt, so verliert der konkurrierende Grund seine Bedeutung.Google Scholar
  156. 2.
    BGH 5, 105 (107/8); 13, 145 (154); LM 8 zu § 81 BVerwGG.Google Scholar
  157. 3.
    Denn die Sachabweisung wäre ein Zwisehenurteil über ein selbständiges Angriffsmittel, welches seit der Nov. 24 zu § 303 nicht mehr zulässig ist.Google Scholar
  158. 4.
    Ebenso Rosenbebg, § 33 II 2, und jetzt Henckel, Parteilehre und Streitgegenstand (1961), S. 279f.Google Scholar
  159. 5.
    Vgl. unten § 108 I 1.Google Scholar
  160. 6.
    Kisch, W.: Das Reichsgericht und der Parteibegriff, Reichsgerichtsfestschrift (1929) VI, 15ff.; Boob, H. O. de: Zur Lehre vom Parteiwechsel und vom Partei-begriff, SA. aus der Festschrift der Leipziger Juristenfakultät für Heinrich Siber (1941); Henckel, W.: Parteilehre und Streitgegenstand im Zivilprozeß (1961).Google Scholar
  161. 1.
    Wach: Handbuch I, 518f.Google Scholar
  162. 2.
    Hierüber Henckel, S. 17f.Google Scholar
  163. 3.
    Im Personenrechtsprozeß tritt keine Abweichung auf.Google Scholar
  164. 1.
    Zur Stellvertretung vgl. unten § 9.Google Scholar
  165. 2.
    Darüber unten § 41.Google Scholar
  166. 3.
    RG 29, 29 (30–38); 120, 189 (192).Google Scholar
  167. 4.
    RG 135, 305 (306/7); 150, 189 (190).Google Scholar
  168. 5.
    RG 76, 125; 81, 292.Google Scholar
  169. 6.
    So vor aEem Jaegeb-Lent, Vorb. zu §§6–9 KO; Rosenberg, §39 II 3.Google Scholar
  170. 7.
    Überzeugend F. Webee, Zur Problematik der Prozeßführung des Konkursverwalters, KTS 1955, 102ff.Google Scholar
  171. 8.
    Dies hat W. Henckel, Parteilehre und Streitgegenstand (1961) S. 118–125 nunmehr so dargelegt, daß der Theorienstreit beendet werden kann.Google Scholar
  172. 9.
    Zum folgenden Henckel a. a. O. S. 129ff.Google Scholar
  173. 10.
    Webee, F., a. a. O. spricht insoweit von einer „Prozeßführungsgewalt.“Google Scholar
  174. 1.
    Vgl. Henckel a. a. O. S. 124f.Google Scholar
  175. 2.
    Unten § 9 IV 2.Google Scholar
  176. 3.
    In den 20er Jahren ging das OLG Jena zur Bezeichnung „Verklagter“über, was sprachlich allein richtig ist (Caesar non supra grammaticos!); der Ausdruck wird jetzt allgemein in der sowjetischen Besatzungszone verwendet.Google Scholar
  177. 4.
    Anders im Mahnverfahren und in der Zwangsvollstreckung: Gläubiger und Schuldner. Google Scholar
  178. 5.
    Hierüber unten § 109.Google Scholar
  179. 6.
    Unten § 112.Google Scholar
  180. 7.
    So schon Hellwig, Lehrb. II § 139 Anm. 14; vgl. auch Bettermann, Vollstreckung des Zivilurteils (1949) S. 148.Google Scholar
  181. 8.
    Mit der Firma einer Partei ist der Kaufmann bestimmt, der unter der Firma Geschäfte betreibt.Google Scholar
  182. 9.
    BG 157, 369 (374f.). Existiert die Partei nicht, weil sie vorher untergegangen war, so ist die Klage unzulässig, RG a. a. O. 376f.Google Scholar
  183. 10.
    Beispiele bei de Booe, Zur Lehre vom Parteiwechsel und vom Parteibegriff (1941) S.78ff.Google Scholar
  184. 13.
    Unten § 115 V.Google Scholar
  185. 1.
    Wreilich müssen solche Zweifel bestehen! Vgl. RG 41, 407 (410): „Keine Prozeßordnung hat einen Paßzwang für das Betreten der Geriehtsschwelle begründet… Jeder gilt zunächst als der, als den er sich vorstellt.“Google Scholar
  186. 2.
    Lent, § 191.Google Scholar
  187. 3.
    So treffend Nikisch, § 291.Google Scholar
  188. 4.
    Nasciturus: Unterhalt nach §844 II BGB, Erbrecht nach §1923 II BGB; nondum conceptus: Nacherbrecht, §2101 BGB; Vermächtnis, §2178 BGB.Google Scholar
  189. 5.
    RG 61, 355 (356); 65, 277 (281) zur unerzeugten Nachkommenschaft, h. L.; anders Nikisch, § 29 II 1, der Pfleger sei Partei kraft Amtes.Google Scholar
  190. 6.
    So die herrschende Lehre, vgl. Rosenbebg, § 42 II 3; andere bezeichnen als Partei die Gesellschafter in ihrer gesamthänderischen Verbindung, hierfür neuestens Henckel, Parteilehre und Streitgegenstand im Zivilprozeß (1961) S. 116f. mit Belegen.Google Scholar
  191. 1.
    Ebensowenig die „Firma“des Einzelkaufmannes, vgl. RG 54, S. 18: „weitverbreiteter Irrtum, die Firma als solche sei ein Rechtssubjekt, das man verklagen könne.“Google Scholar
  192. 2.
    Für die analoge Anwendung auf eine „mit korporativer Verfassung und eigenem Namen ausgestattete Verwaltungsorganisation von Miteigentümern (Waldinteressentenschaft)“BGH 25, 311 (313/4); vgl. auch BGH LM 13 zu § 50 ZPO.Google Scholar
  193. 3.
    So schon die Begründung zur Nov. 98, Materialien zur Civilprozeßordnung, 1898, S. 119f., 494–496; vgl. RG 74, 371ff.Google Scholar
  194. 4.
    RG 78, 101 (106/7).Google Scholar
  195. 5.
    Frankfurt, NJW 52, 793.Google Scholar
  196. 6.
    München, MDR 55, 33. Im gleichen Sinne neuestens F. Fabbicius, Relativität der Rechtsfähigkeit (1963), S.14ff., 189. Für eine Zuerkennung der aktiven Parteifähigkeit W. Wapleb, NJW 61, 439ff.; LG Köln, MDR 62, 61, will bei Massenorganisationen den Sammelnamen genügen lassen.Google Scholar
  197. 7.
    Näheres hierzu bei Hueck-Nippeedey, Lehrbuch des Arbeitsrechts II, 6. Aufl. (1957), S. 310.Google Scholar
  198. 1.
    Hiervon wird unterschieden die Klage für oder gegen eine nichtexistierende Person, etwa gegen den „preußischen Militärfiskus“statt gegen den damals allein existierenden „Reichsmilitärfiskus“, RG 53, 240 (242), oder gegen einen Verstorbenen (z.B. mit öffentlicher Zustellung!); hier wird meist eine falsche Parteibezeichnung vorliegen.Google Scholar
  199. 2.
    Ein Übersehen oder eine unrichtige Entscheidung hierüber gibt praktisch einen absoluten Revisionsgrund ab, Stein-Jonas-Schönke, II 5 zu §551.Google Scholar
  200. 3.
    RG 157, 369 (377).Google Scholar
  201. 4.
    RG JW 1895, 194; 1901, 301 (303).Google Scholar
  202. 5.
    Nach Stein- Jonas-Schönke, VII 1 zu § 50, Lent, § 19 III 2, soll sogar Heilung ipso iure eintreten.Google Scholar
  203. 6.
    Rosenbeeg, § 42 III 1 b; Wieczoeek, B III b 1 zu § 56.Google Scholar
  204. 7.
    RG 141, 277 (281) zur offenen Handelsgesellschaft. Dann sollen die Gesellschafter Partei sein, RG 124, 146 (150).Google Scholar
  205. 8.
    Kritisch zum Ausdruck Rosenbebg, § 42 III 4.Google Scholar
  206. 9.
    BGH 24, 91 (94) mit Belegen.Google Scholar
  207. 1.
    RG 134, 91 (94); vgl. auch RG 170, 22 (26): Leistungsklage gegen eine testamentarisch begründete und genehmigte Stiftung auf Herausgabe des zugewendeten Vermögens, wenn sich ein späteres Testament findet, welches das erste widerruft.Google Scholar
  208. 2.
    Anders bei Nichtexistenz einer Partei, oben S. 46, Anm. 1. Hier ist das Urteil, abgesehen von den hier nicht interessierenden Kostenfolgen, wirkungslos, h. L.Google Scholar
  209. 3.
    So Skedl, RheinZ 12, 347ff.; Kleinfellee, JW 20, 909; vgl. RG JW 01, 301 „Urteil gegen Niemand.“Google Scholar
  210. 4.
    So die wohl richtige Ansicht, Wieczoeek, Ala zu §56; Rosenbeeg, §42 III 5; Schönke-Niese, §23 VII; OLG Celle JW 20, 908.Google Scholar
  211. 5.
    Stetn-Jonas-Schönke, VII 1 zu § 50 mit N. 84; Nikisch, § 29 III 3.Google Scholar
  212. 6.
    LG Halle DR 39, 876; a. A. Nikisch a. a. O.Google Scholar
  213. 7.
    Rosenbeeg a. a. O.; Stein-Jonas-Schönke a. a. O.Google Scholar
  214. 8.
    Zur Herkunft des Ausdrucks Wetzell, § 12 Anm. 33.Google Scholar
  215. 1.
    Vgl. dazu Soebgel-Siebeet (Kegel), 9 zu Art. 7 EGBGB.Google Scholar
  216. 2.
    H. L., anders Wieczorek, B II b 2 zu § 51.Google Scholar
  217. 3.
    Etwa wenn er wegen Geistesschwäche, Verschwendung oder Trunksucht entmündigt ist, § 114 BGB.Google Scholar
  218. 4.
    RG 34, 386f.Google Scholar
  219. 5.
    OLG Jena, JW 34, 919, gegen BayObLG ZZP 59, 222.Google Scholar
  220. 6.
    Steih- Jonas-Schökke, II 3 zu § 53. Anders Rosenberg, § 43 II 2 b, der schlechthin Prozeßunfähigkeit annimmt; hiergegen Wieczobek, III b zu §53.Google Scholar
  221. 1.
    Vgl. BGH LM 1 zu § 331 ZPO, wo die Beklagte in zwei Instanzen verurteilt wurde und erst mit der Revision erreichte, daß die Klage wegen seiner Prozeß-unfähigkeit abgewiesen wurde.Google Scholar
  222. 2.
    RG 118, 196 (198); 148, 225 (227); Warn. 40, 93.Google Scholar
  223. 3.
    RG Warn. 38 Nr. 40.Google Scholar
  224. 4.
    RG 90, 86 (87); 66, 240 (244).Google Scholar
  225. 5.
    RG 110, 228 (231). Anders Wieczorek, B III b 3 zu § 56.Google Scholar
  226. 6.
    Rosenberg, § 43 III 1 b.Google Scholar
  227. 7.
    Seine Vollmacht erlischt hierdurch nicht, § 86!Google Scholar
  228. 8.
    Unten § 30 in.Google Scholar
  229. 9.
    Unten § 7011.Google Scholar
  230. 10.
    Rosenberg: Beweislast, S. 392.Google Scholar
  231. 11.
    BGH 18, 184 (1891); LM 1 zu § 331 ZPO; 7 zu § 56 ZPO.Google Scholar
  232. 1.
    Rosenberg, § 43 III 5.Google Scholar
  233. 2.
    So BatjmgIrtel, Wesen und Begriff der Prozeßhandlung einer Partei im Zivilprozeß (1957) S. 109. Rosenberg, § 44 I 2, bezeichnet die Postulationsfähigkeit als „Fähigkeit, dem prozessualen Handeln die rechtserhebliehe Erscheinungsform zu geben“(?).Google Scholar
  234. 3.
    Der Ausdruck entstammt dem Gemeinen Prozeß, in dem der Advokat die Aufgabe hatte, in der mündlichen Verhandlung Vortrag zu halten (=postulare). Vgl. D.3.1.1.2.: Postulare autem est, desiderium suum vel amici sui in iure apud eum, qui iurisdictioni praeest, exponere vel alterius desiderio contradicere.Google Scholar
  235. 4.
    Der Prozeßvergleich (unten § 65 III 4) fällt nicht unter den Anwaltszwang, OLG Dresden Seuff. A 53, Nr. 185; Bötticher, MDR 50, 294 unter 4 mit Belegen (bestr.).Google Scholar
  236. 5.
    RG 105, 351 (353f.); BGH 2, 112 (114); 4, 314 (320); vgl. Baumgärtel, S. 107f.Google Scholar
  237. 6.
    Darüber unten § 53 II 2.Google Scholar
  238. 1.
    Ausgenommen sind Personen, denen das mündliche Verhandeln vor Gericht durch die Justizverwaltung gestattet ist, § 157 III: Prozeßagenten. Google Scholar
  239. 2.
    Vgl. auch § 187 GVG: Gestattung des Vortrags an eine taube Partei oder (im Anwaltsprozeß) an eine der deutschen Sprache unkundige Partei nach Ermessen des Gerichts.Google Scholar
  240. 3.
    Zum Versäumnisurteil gegen die im Amtsgerichtsprozeß aus Ordnungsgründen vom Ort der Verhandlung „entfernte“Partei, vgl. § 158.Google Scholar
  241. 4.
    Vgl. BVerfG 8, 92 (94/5).Google Scholar
  242. 5.
    RG Warn. 42, 27.Google Scholar
  243. 6.
    Keine Nichtigkeitsklage nach § 579 I Ziff. 4, weil die Partei mit der Prozeß-führung einverstanden war. Rosenberg § 44 II 3. Anders (obiter und unrichtig) RAG ARS 11, 377. Zum Rechtsmittelverfahren vgl. Wieczobek D I—III zu § 78.Google Scholar
  244. 1.
    Rosenbeeg: Stellvertretung im Prozeß, 1906.Google Scholar
  245. 2.
    Auch. Dritte, die am Prozeß als Streithelfer teilnehmen, werden vertreten.Google Scholar
  246. 3.
    Vgl. unten § 411.Google Scholar
  247. 4.
    Auch der kraft Registereintrags nach § 29 GenG Bevollmächtigte, RG 148, 225 (227).Google Scholar
  248. 1.
    RG 56, 333 (334f.); BGH LM 1 zu §306 ZPO (Klagverzicht). Dagegen ist der Prozeßvergleich keine „eigentliche“Prozeßhandlung und deshalb als Vergleich nach § 1822 Nr. 12 BGB bei einem Streitwert über 300 DM genehmigungsbedürftig, RG a.a.O. und 133, 2591, h.L., abweichend Stein-Jonas-Schönke II zu §54.Google Scholar
  249. 2.
    Keine Klage des Vaters im eigenen Namen bei Schadensersatzansprüchen des Kindes, RG 146, 231f.; 156, 193 (196).Google Scholar
  250. 3.
    Rosenberg, § 22 II 1 b. Anders Wieczorek, C II c 1 zu § 41 und PrOVG 61, 337; für die Partei kraft Amtes aber Stein-Jonas- Schönke (Pohle) III 3 zu §41.Google Scholar
  251. 4.
    Vgl. dazu Dujnz, NJW 61, 441 ff.Google Scholar
  252. 5.
    Stein-Jonas-Sghönke, II zu § 58 mit N 5: Partei kraft Amtes; Rosenberg, § 39 I 2: Vertreter des künftigen Eigentümers.Google Scholar
  253. 1.
    Baumbach-Lauterbach, 1 C zu § 80; Hellwig, System § 8413, § 1451 a.E.; Lent § 29 IV; eingehend Baumgärtel, Prozeßhandlung (1957) S. 173–182.Google Scholar
  254. 2.
    Stein- Jonas-Schönke, II 1 zu § 80.Google Scholar
  255. 3.
    Rosenberg, § 50 II 1 a unter Hinweis auf RG Seuff. A 90, 59 und Oert-mann, Judicium 1, 169 (176).Google Scholar
  256. 4.
    Baxjmgäbtel S. 176 hält den Minderjährigen dabei für nicht genügend geschützt (?).Google Scholar
  257. 5.
    So alle Autoren, die in der Bevollmächtigung eine Prozeßhandlung sehen, aus der Rechtsprechung KG DRZ 47, 376.Google Scholar
  258. 6.
    Nach Nikisch, § 34 II 2 soll sie erst „vollzogen“sein, wenn sie dem Gericht oder dem Gegner übermittelt ist. Das trifft für die Bestellung eines neuen Anwalts nach § 78 zu, sicherlich aber nicht für die Bevollmächtigung zur Klagerhebung und ebensowenig bei der Bestellung zum Prokuristen.Google Scholar
  259. 7.
    BGH 2, 227 (229); 30, 112 (113/4), gegen Wieczoeek B II b 1 zu § 232; st. Rspr.Google Scholar
  260. 8.
    So Rosenbeeg, § 50 II 3 c.Google Scholar
  261. 9.
    Ausführlich RG 94, 342 (344–347). Die Frage ist vor allem wegen des Fristenlaufs wichtig: In den Fällen RG 135, 303f., 147, 154 (156) war dem Armenanwalt vor seiner Bevollmächtigung, nicht aber der armen Partei zugestellt worden.Google Scholar
  262. 1.
    Unten § 32 I 2.Google Scholar
  263. 2.
    RG 53, 212 (213f.).Google Scholar
  264. 3.
    RG 53, 1481; DR 41, 637.Google Scholar
  265. 4.
    RG 50, 426f.Google Scholar
  266. 5.
    RG JW Ol, 495; RG 130, 39 (47); BGH 31, 206 (209).Google Scholar
  267. 6.
    BGH 16, 167 (170).Google Scholar
  268. 7.
    Hierüber Hellwig, Lehrb. II S. 368 Anm. 6.Google Scholar
  269. 8.
    Der Ausdruck stammt von Hellwig, Lehrb. II, 367.Google Scholar
  270. 1.
    Der Fall könnte bei Zusammentreffen gesetzlicher und gewillkürter Stellvertretung vorkommen. Dafür Hellwig, a.a.O. S. 369, für die Genehmigung Rosenbebg, §4814.Google Scholar
  271. 2.
    RG 157, 168 (1691).Google Scholar
  272. 3.
    Darüber oben § 8 IV.Google Scholar
  273. 4.
    Rosenbebg, §50 II 5; ebenso im Ergebnis Lewin, JW 29, 1641.Google Scholar
  274. 5.
    Wieczoeek, A I a zu § 52; Stein- Jonas-Schönke, I zu § 79 („volle Prozeß-fähigkeit“); eingehend Lukes, ZZP 69, 141ff.Google Scholar
  275. 6.
    Rosenbebg, §50 II 5; aber dagegen BGH 30, 112 (118); Stein-Jonas-Schönke, V 3 zu § 78.Google Scholar
  276. 7.
    Anders RG JW 26, 2574, die Vollmacht an einen Postulationsfähigen sei nichtig; dagegen mit Recht Rosenberg, §50 II 5.Google Scholar
  277. 8.
    So die völlig einhellige Auslegung der Vorschrift „für die Partei verpflichtend“.Google Scholar
  278. 9.
    BGH ZZP 71, 104.Google Scholar
  279. 10.
    Für eine entsprechende Anwendung im schriftlichen Verfahren Wieczobek, B I b zu §85(?).Google Scholar
  280. 11.
    BGH 8, 235 (2371). Kritisch dazu Lent, NJW 53, 621; Rosenbebg, §48 III 2c.Google Scholar
  281. 1.
    Wieczorek, B II zu § 85, der darin einen teilweisen Vollmachtswiderruf sieht. Es kommt auf die Gleichzeitigkeit des Widerrufs an, soweit die Prozeß-handlungen mit ihrer Vornahme endgültig wirksam werden, vgl. Stein-Jonas-Schönke, II zu § 85. Ein späterer Widerruf ist nur in den allgemeinen Grenzen zulässig (hierüber unten § 30 V 2; vgl. Stein-Jonas-Schönke, V 4 vor § 128).Google Scholar
  282. 2.
    Rosenberg, § 50 II 7 b α.Google Scholar
  283. 3.
    Rosenberg, § 50II7 a β, hält § 86 insoweit für eine Ordnungsvorschrift und die frühere Vollmacht nicht für erloschen.Google Scholar
  284. 4.
    Dazu Rosenberg, ZZP 57, 234; BGH 31, 32 (35f.).Google Scholar
  285. 5.
    RG 95, 337 (338); OGH JR 51, 533; bis dahin bleibt der bisher vertretungsberechtigte Anwalt trotz des Widerrufs vertretungsbefugt. Anders nur Wieczorek BI zu § 87, sein Handeln müsse zurückgewiesen werden (?).Google Scholar
  286. 6.
    RG 160, 378 (380). Eine andere Frage ist, ob der Anwalt dann noch als „Vertreter“der Partei i. S. von § 232 II für die Wiedereinsetzung anzusehen ist; verneinend RG 166, 246 (249); BGH LM 14 zu § 232 ZPO (unten § 26 IV 2; 27 pr.).Google Scholar
  287. 1.
    Vgl. auch § 551 Ziff. 5 (Revision).Google Scholar
  288. 2.
    RG 86, 245 (246); 146, 308 (313); 161, 350 (351); BGH LM 10 zu § 209 BGB. Die spätere Erteilung der Prozeßvollmacht kann eine Genehmigung der Prozeß-führung sein, BGH 10. 147 (148f.).Google Scholar
  289. 3.
    BGH LM 4 zu §97 ZPO.Google Scholar
  290. 4.
    Das gleiche gilt für die dem unbefugten Vertreter zugestellte Klage.Google Scholar
  291. 1.
    So z.B. Stein-Jonas Schönke, IV 1 zu § 56, trotz der Gegengründe bei Heixwig, Lehrb.II, 3911 (von 1907).Google Scholar
  292. 2.
    Rosenbebg, § 51 II 2.Google Scholar
  293. 3.
    Daß das Urteil den nicht wirksam Vertretenen als Kläger bezeichnet, ist eine Äußerlichkeit, der gegenüber dem Inhalt der Prozeßabweisung keine Bedeutung zukommt. Die gleichwohl zu den Kosten verurteilte Partei kann als betroffener Dritter sofortige Beschwerde einlegen, vgl. Hellwig, System I, 193.Google Scholar
  294. 4.
    RG 66, 37 (39) zur Revision; Dresden OLG 20, 37; München OLG 24, 154 zur ersten Instanz; BGH MDR 55, 468 (470) soweit nicht in BGH 17, 181 abgedruckt; Henckel, Parteilehre und Streitgegenstand, S. 125 Anm. 45. A. A. Stein-Jonas-Schönke, III 2 c zu § 88.Google Scholar
  295. 5.
    So RG 53, 65 (67) für den Fall, daß der Ehescheidungskläger bereits bei Klagerhebung (unerkannt) geistesgestört war, weil die Partei, soweit über den Einwand der Prozeßunfähigkeit entschieden wurde, als prozeßfähig anzusehen sei; ebenso RG Warn. 43, 1.Google Scholar
  296. 6.
    Näheres bei Wieczobek, B IV zu § 88.Google Scholar
  297. 7.
    Dies in jeder Lage des Verfahrens: RG 148, 225 (227) zur gesetzlichen Vertretung.Google Scholar
  298. 8.
    Prüfung von Amts wegen ist in Ehe- und Kindschaftssachen besonders vorgeschrieben, §§ 613 I 2, 6401.Google Scholar
  299. 9.
    RG JW 00, 6532; 15, 3620 zur Genehmigung; vgl. auch RG 64, 212 (217).Google Scholar
  300. 1.
    Der Schadenersatzanspruch ist in einem gesonderten Prozeß geltend zu machen.Google Scholar
  301. 2.
    BG 89, 42 (45).Google Scholar
  302. 3.
    RG 135, 182 (185ff.) zum Entmündigungsverfahren.Google Scholar
  303. 4.
    RG 67, 149 (150); vgl. auch RG JW 26, 809; 32, 1553.Google Scholar
  304. 5.
    RG 38, 406 (408f.); 67, 149 (150).Google Scholar
  305. 6.
    Vgl. RG 103, 334 (336ff.); 109, 83 (85).Google Scholar
  306. 7.
    Rosenberg, § 50 III 2.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Göttingen · Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Arwed Blomeyer
    • 1
  1. 1.Freien Universität BerlinDeutschland

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