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Das Persönlichkeitsideal

  • Manfred Thiel
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Zusammenfassung

Totalrelevanz. — Die Frage nach dem Persönlichkeitsideal ist eine Frage nach dem Verhältnis von Moralität und Metaphysik. Was ihr vorausgeht, ist die Erkenntnis, daß die Moralität in metaphysischen Daseinszuständen und in Annäherung zu ihnen eine gegenüber primitiven Daseinszuständen gewandelte Funktion besitzt. Auf sie hatte wiederholt hingewiesen werden müssen, als die Möglichkeit in Betracht gezogen wurde, daß die Distance als solche zum Tragen kommen und die Person als über alles Gegenständliche hinaus übergreifende Einheit selbst ausführlich wtrdtnkönmt. Erst in erklärtermaßen metaphysischen Daseinszuständen ist diese Möglichkeit in für uns analysierbarer Weise realisiert. Was mit ihnen einsetzt bzw. vollendet ist, ist eine Umbildung der menschlichen Haltung in Herausdistancierung zum Seinsgesamt. Der Mensch tritt ein in ein ― zum mindesten mögliches ― Relevanzerlebnis der Welt als ganzer, in welchem Ganzheitsbetracht die Welt als solche überhaupt erst gesichtet wird. Das menschliche Daseinsempfinden gestaltet sich zu betonter Individualisierung um und subjektiviert sich in der Auffassung einer umfassenden Vorfindlichkeit überhaupt, die nunmehr ein indifferentes Dasein zum Zwecke der übergreifenden Einheit freigibt. Diese selbst aber hat ihre spezifischen Erfüllungsakte über alles gegenständlich Vorfindliche hinaus in einer Totalbezüglichkeit, in der sich die Distance, die die Person als übergreifende Einheit in sich selber ist, ausführlich macht.

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© Springer-Verlag Berlin · Göttingen · Heidelberg 1950

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  • Manfred Thiel

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