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Mathematik allgemeiner Risikoversicherungen

  • Walter Saxer
Part of the Grundlehren der mathematischen Wissenschaften book series (GL, volume 98)

Zusammenfassung

Die elementare Lebensversicherungsmathematik, wie sie in Bd. I dargestellt wurde, wird weitgehend durch deterministische Vorstellungen beherrscht. Gemäß dieser Anschauung ist es möglich und zulässig, durch Wahl der Rechnungsgrundlagen und insbesondere einer Absterbeordnung ein solches mathematisches Modell zu schaffen, an welchem die für die Lebensversicherungstechnik erforderlichen Berechnungen durchgeführt werden können. Bei entsprechend vorsichtiger Wahl des Modelles kann man sogar behaupten, daß eine Lebensversicherungs-Institution trotz der erwähnten deterministischen Haltung gegenüber zufälligen Risiko-Verlusten beinahe als geschützt erscheint. Diese für die Lebensversicherungstechnik charakteristische Erscheinung ist vor allem auf zwei Momente zurückzuführen:
  1. 1.

    Die Lebensversicherung stellt fast immer eine gleichzeitige Kombination von Sparen und eigentlicher Versicherung dar, wobei die Sparkomponente stark überwiegt. Man denke in erster Linie an die Hauptform in der Privat-Assekuranz, an die gemischte Versicherung. Diese Kombination sorgt dafür, daß durch Ansammlung von Reserven das Risiko für die einzelnen Versicherungen von Jahr zu Jahr abnimmt und mit ihm das Risiko zufälliger ungünstiger finanzieller Ergebnisse.

     
  2. 2.

    Bei Lebensversicherungen handelt es sich in der Regel um mehrjährige, ja langjährige Verträge. Durch sorgfältige Wahl der Rechnungsgrundlagen und Vertragsbestimmungen und unter Voraussetzung eines genügend großen Versicherungsbestandes kann man sich vor den Folgen eines zufällig ungünstigen Versicherungsverlaufes von vorneherein weitgehend schützen.

     

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Literaturverzeichnis

Neben den bereits zitierten Publikationen sollen im Sinne einer Auswahl noch die folgenden erwähnt werden: a) Lehrbücher über Wahrscheinlichkeitsrechnung und mathematische Statistik

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Zwecks allgemeiner, technischer und organisatorischer Orientierung über die Sachversicherung sei noch das folgende Buch erwähnt

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c) Allgemeine Risikotheorie

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Im übrigen sei auf die folgende, bis 1956 vollständige Literaturzusammenstellung über die Risikotheorie verwiesen

  1. Ammeter, H.: Bl. dtsch. Ges. f. Versicherungsmathematik 1956.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag OHG, Berlin · Göttingen · Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  • Walter Saxer
    • 1
  1. 1.Eidg. Technischen HochschuleZürichSchweiz

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