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Wahlrecht und Wahlverfahren

  • Karl Loewenstein
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE)

Zusammenfassung

Daß an dieser Stelle, vor Eintritt in die Erörterung der Staatsorgane, dem Wahlrecht und Wahlverfahren eine gesonderte Darstellung gewidmet wird, mag dem deutschen Leser, der darüber im Zusammenhang mit der Lehre von den Staatsorganen zu hören pflegt, ungewohnt erscheinen. In den Vereinigten Staaten beruht aber die gesamte politische Dynamik auf der Wahl. Das hängt einmal damit zusammen, daß allein schon die Zahl der Ämter, die durch Wahl besetzt werden, viel größer ist als in den meisten anderen Staaten. Allerdings werden im Bund und in den Staaten kaum mehr Amtsträger durch die Wahl bestellt als anderswo: der Präsident und die Mitglieder des Kongresses in der Union, die Gouverneure und die Mitglieder der Legislativkörperschaften in den Staaten. Darüber hinaus aber dient der Wahlakt zur Installierung so gut wie aller Funktionäre auf der lokalen und munizipalen Ebene, im Verwaltungsbereich der Grafschaft (county) und in den Gemeinden, angefangen mit dem Bürgermeister (mayor) bis zu den Mitgliedern der Schulausschüsse und herunter zum unbedeutendsten Amt des Mannes, der für die Bäume auf den öffentlichen Straßen zu sorgen hat (tree warden). Auch die Richter werden in vielen Staaten gewählt.

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Literatur

  1. 1.
    Siehe unten Kapitel 20, S. 586 ff.Google Scholar
  2. 1.
    Siehe unten S. 159 ff. Nicht berücksichtigt werden hier die in allen Kulturstaaten üblichen Wahlausschließungsgründe für Geisteskranke, strafrechtlich wegen eines Verbrechens verurteilte oder im Konkurs befindliche Personen und ähnliche Dinge mehr. Nach Mitteüung des Council of State Governments, einer amtlichen Stelle der Staatenregierungen, gibt es noch etwa 50 derartige Wahlausschließungsgründe; sie spielen aber zahlenmäßig keine erhebliche Rolle, mit Ausnahme der in 8 Staaten bestehenden Ausschließung der Analphabeten. Angehörige der bewaffneten Macht im aktiven Dienstverhältnis sind grundsätzlich stimmberechtigt.Google Scholar
  3. 1.
    Siehe unten S. 587.Google Scholar
  4. 1.
    Siehe unten S. 180 f.Google Scholar
  5. 1.
    Siehe unten S. 171 ff.Google Scholar
  6. 1.
    Siehe unten S. 289.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • Karl Loewenstein

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