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Das richterliche Prüfungsrecht

  • Karl Loewenstein
Chapter
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE)

Zusammenfassung

Der gebildete Ausländer, befragt, was ihm am amerikanischen Verfassungssystem als das Eigentümlichste erscheint, würde wohl, neben der überragenden Stellung des Präsidenten, auf das richterliche Prüfungsrecht des Obersten Gerichtshofs verweisen. Während es fraglich ist, ob die starke Präsidialgewalt wirklich besteht, da sie von den Zeitumständen und Persönlichkeitselementen abhängt, darf das richterliche Prüfungsrecht sicherlich als ein besonderes Charakteristikum gelten. Unsere Darstellung hat fast auf jeder Seite ergeben, daß der Oberste Gerichtshof in einem aus bundesstaatlichen und sonstigen Gründen überaus komplizierten Verfassungssystem wenn auch nicht der ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht, so doch der deus ex machina ist, der jeweils in Aktion tritt, wenn sich rechtlich lösbare Konflikte zwischen den einzelnen Gewaltenträgern und zwischen ihnen und den Bürgern ergeben. Die richterliche Prüfungszuständigkeit ist im Grunde nur eine Spiegelung der Suprematie der Gerichte innerhalb der Verfassungsdynamik, die ausländische Betrachter sogar dazu geführt hat, vom amerikanischen Regierungssystem als einem gouvernement des juges und selbst von einer „Judiziokratie“ zu sprechen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag oHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1959

Authors and Affiliations

  • Karl Loewenstein

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