Strukturfragen und Zusammenarbeit aus der Sicht des Arztes in der Weiterbildung — unfallchirurgische Aufgabenstellung in der Chirurgie

  • K. M. Stürmer
Conference paper

Zusammenfassung

Die Unfallchirurgie hat in den letzten 20 Jahren nicht nur fachlich, sondern auch in ihrer organisatorischen Struktur erhebliche Fortschritte gemacht. Dieser Fortschritt soll an einem Zitat von Lorenz Böhler (1961) [2] aus der Münchener Medizinischen Wochenschrift deutlich gemacht werden. Unter dem Thema „Der Weg zum Erfolg in der Unfallchirurgie“ schrieb er wie folgt:

„Die Unfallchirurgie wird in allen Ländern der Erde von einem hervorragenden Ordinarius für Chirurgie gelehrt. Die meisten dieser Lehrer behandeln aber selbst keine Unfälle. Sie haben es als junge Assistenten vor vielen Jahren oder Jahrzehnten mehr oder weniger lang getan... Die Oberärzte dieser Unfallstationen lesen ein kurzes Kolleg über Knochenbrüche und Verrenkungen oder über Verbandlehre. Der Zudrang zu den Unfallstationen ist bei den klinischen Assistenten sehr gering, da sie wissen, daß sie damit weder für die akademische Laufbahn, noch bei der Bewerbung für ein Krankenhaus irgendwelche Aussichten haben.

Die Unfallchirurgie kann sich erst dann voll entwickeln, wenn an jeder medizinischen Fakultät (der ganzen Welt) eine eigene selbständige Lehrkanzel für Unfallchirurgie und Begutachtung geschaffen wird, an der ein Lehrer wirkt, der sich dauernd und begeistert mit der Behandlung von Unfällen befaßt und der Mitarbeiter mit Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft hat. Es würden sich dann viele unfallchirurgische Talente entfalten, die jetzt verkümmern müssen.“

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • K. M. Stürmer

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