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Physiologie der Resistenz und des Ruhezustandes

  • Ulrich Ruge
Part of the Pflanzenphysiologische Praktika book series (PRAKTIKA, volume 4)

Zusammenfassung

Zum Abschluß der vegetativen Entwicklung sowie zu Beginn des Winters bildet die Pflanze verschiedenartige Dauerorgane aus oder vorhandene Organe zu winterharten um. Diese zeichnen sich gegenüber den vegetativen Organen des Frühlings und des Sommers neben ihrem Reichtum an Reservestoffen physiologisch vor allem durch ihre größere Widerstandsfähigkeit gegen klimatische Faktoren aus. Die Resistenzsteigerung läßt sich allgemein durch eine aktive Entwässerung, hauptsächlich durch die Verminderung des Gehaltes an kolloidchemisch ungebundenem Wasser und eine Fermentinaktivierung mit den damit verbundenen stoffwechselphysiologischen Änderungen erklären (Vers. 139 bis 142). Daraus folgt aber auch die Herabsetzung der Atmungsintensität, wie wir sie z. B. in ruhenden Samen finden (Vers. 144, 145). Diese von der Pflanze aus sich heraus angestrebte physiologische Inaktivität bezeichnen wir als „aktive Ruhe“ und stellen ihr die allein durch die Ungunst der äußeren, klimatischen Verhältnisse bedingte „aufgezwungene Untätigkeit“ gegenüber.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin, Göttingen and Heidelberg 1951

Authors and Affiliations

  • Ulrich Ruge
    • 1
  1. 1.Hochschule für Gartenbau und LandeskulturHannoverDeutschland

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