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Zusammenfassung

Als Bauholz wird in Deutschland fast nur einheimisches Nadelholz verwandt, in der Hauptsache Fichte (Rottanne), Kiefer (Föhre, Forle) und Tanne (Weißtanne), seltener Lärche (als Bauholz meist zu teuer). Dabei ist die Fichte das wesentlichste Bauholz in den Gebirgsgegenden Deutschlands, in Süddeutschland und auch in Westdeutschland, während die Kiefer das fast ausschließlich verwandte Bauholz des deutschen Ostens und Nordens ist. Die Lärche, die bezüglich Widerstandsfähigkeit gegen Fäulnis der Eiche gleichkommt und die bezüglich Druckfestigkeit in der Faserrichtung und Biegungsfestigkeit das hochwertigste Nadelholz darstellt, findet, als ausgesprochener Baum des Hochgebirges, besonders dort in größerem Maße Verwendung. Unsere Vorfahren haben als Bauholz in der Hauptsache Rundholz bezw. bebeiltes Holz verwandt. Mit Einführung der maschinell angetriebenen Säge, Ende des 19. Jahrhunderts, trat das Kantholz wegen seiner leichteren Bearbeitbarkeit und Anpassungsfähigkeit immer mehr in den Vordergrund. Rundholz wurde nur noch für Gerüste, Joche usw. verwandt. Die Gütebedingungen für Bauholz in DIN 4074 beziehen sich demzufolge auch nur auf Schnittholz. In neuerer Zeit kommt dem Rundholz wieder eine größere Bedeutung zu, zumal Versuche ergeben haben, daß seine Festigkeiten erheblich höher liegen als die des Schnittholzes. Neuartige Anschlußmittel und Konstruktionen erlauben es, Rundholzstangen in Tragwerke so einzubauen, wie sie der Wald uns liefert.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955

Authors and Affiliations

  • W. Stoy
    • 1
  1. 1.Techn. Hochschule BraunschweigDeutschland

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