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Onkologischer Arbeitskreis

  • K. H. Kärcher

Zusammenfassung

Trotz zahlreicher neuer Erkenntnisse der Grundlagenforschung hinsichtlich der Entstehung und Behandlung des Krebses ist ein entscheidender Durchbruch in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen. Es sind weiterhin daher Stahl und Strahl neben der Chemotherapie die tragenden Säulen der Krebsbehandlung des Menschen. Die besseren Resultate sind v. a. den Fortschritten auf dem Gebiet der Diagnostik, der allgemeinen Chirurgie, der Strahlentherapie und Chemotherapie zu danken. Nach wie vor ist die Frühdiagnose ein entscheidendes Moment für den Erfolg der Behandlung der bösartigen Geschwülste. Hier haben die Fortschritte der Zytologie und Zytochemie, der Biochemie zusammen mit den röntgendiagnostischen Verfahren sowie der Ausreifung direkter Beobachtungsmethoden durch Fiberglasoptiken zu einer wesentlichen Verfeinerung der Frühdiagnostik geführt. Die Erweiterung der chirurgischen Operationsmöglichkeiten und die Einführung der Hochvoltstrahlentherapie haben in ihrer Kombination zu einer deutlichen Verbesserung der Heilungschancen geführt. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung muß man zugeben, daß die Behandlung geschwulstkranker Patienten auch heute noch meist fachbezogen erfolgt und die Vorteile einer interdisziplinären Zusammenarbeit wieder verlorenzugehen drohen. Erinnern wir uns doch, daß bereits zu Beginn dieses Jahrhunderts der berühmte Chirurg, der sich vor allem der operativen und radiologischen Behandlung der Krebskranken widmete, Vinzenz von Czerny, die unbedingte Notwendigkeit der Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen erkannte und v. a. die enge Koordination von Grundlagenforschung und Klinik verwirklichte.

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • K. H. Kärcher

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