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Chirurgische Erkrankungen des Penis

  • F. De Quervain

Zusammenfassung

Die „Verletzungen“ des Gliedes weisen kaum diagnostische Schwierigkeiten auf. Schußwunden zeigen, vom Abschuß bis zum leichten Streifschuß, alle denkbaren Formen. Bei der Schindung von Penis und Scrotalinhalt ist der Schaden dank der Elastizität der bedeckenden Haut meist erheblich geringer, als dies auf den ersten Blick scheint. Die ganze Penishaut kann zu einem schmalen Kranz um den Sulcus glandis zusammengeschnurrt sein, der sich mit Leichtigkeit wieder rückwärts über das geschundene Glied ziehen und hinten annähen läßt. Sie kann aber auch, in ganzer Ausdehnung von der Radix bis an den Sulcus abgerissen, sich als Hohlzylinder im Hemd des Verletzten finden. Wir beobachteten dies bei einem Arbeiter, dessen Beinkleider durch einen Wellbaum ergriffen worden waren. Die sog. „Frakturen“ des Penis sowie seine „Luxationen“ unter die Haut der Umgebung sind mehr Kuriosa und sind nicht zu übersehen. „Umschnürung“ ist leicht zu erkennen, wenn dazu ein Flaschenhals oder eine Schraubenmutter benützt worden ist, schwieriger, wenn der schnürende Gegenstand ein Drahtring oder eine Fadenschlinge ist. In letzterem Falle schneidet er manchmal so tief ein, daß er nur durch einen chirurgischen Eingriff sichtbar gemacht und entfernt werden kann. Dasselbe Bild bietet die durch Zurückziehen eines zu engen Praeputiums entstandene „Paraphimose“ die einer eingehenden Beschreibung kaum bedarf. Abb. 469 sagt alles Nötige.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. in Berlin, Göttingen and Heidelberg 1950

Authors and Affiliations

  • F. De Quervain

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