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Die Einwirkungen kardialer Rhythmusänderungen auf das menschliche Hirnstrombild

  • E. Zysno
  • P. Schollmeyer
  • E. Stein
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung book series (2849, volume 32)

Zusammenfassung

Seit der Entdecker des menschlichen Elektroenzephalogramms, Hans Berger, 1934 selbst die ersten Ekg-Befunde bei experimenteller Hypoxie veröffentlicht hatte, konnten weitere klinische und experimentelle Untersuchungen zeigen, wie eng die bioelektrischen Phänomene des Hirns mit Stoffwechselvorgängen und Sauerstoffversorgung gekoppelt sind (Bodechtel, Jung, Kornmüller). Ein ausreichendes O2-Angebot hängt ebenso wie die nutritive Versorgung, besonders mit Glukose, von der unbehinderten Zirkulation des Blutes ab, das im O2-Sättigungsgrad und Volumen in Zeiteinheit optimale Werte erreichen muß. Nur so ist es dem Hirn als hochdifferenziertem Steuerorgan möglich, seine Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten, wenn die Bedingungen eines inneren,,steady state“ erfüllt sind. Nach den Untersuchungen von Bernsmeier (1953) liegt die Durchblutungsgröße pro 100 g Hirngewebe bei 58 ml/min, wobei der O2-Verbrauch 3,7 ml/min beträgt. Konkreter formuliert bedeutet dies, daß bei einem durchschnittlichen Hirngewicht von 1400 g, 800 ml/min Blut benötigt werden. Ein Organ, das nur 2% des Körpergewichts aufweist, benötigt also 15–20% des normalen Herzminutenvolumens in Ruhe.

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Literatur

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff, Darmstadt 1966

Authors and Affiliations

  • E. Zysno
    • 1
    • 2
  • P. Schollmeyer
    • 1
  • E. Stein
    • 1
  1. 1.Medizinischen Universitätsklinik TübingenDeutschland
  2. 2.Med. Univers.-KlinikTübingenDeutschland

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