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Der Einfluß physikalischer Faktoren auf das Radialwachstum von Kollateralgefäßen im Koronarkreislauf

  • Wolfgang Schaper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung book series (2849, volume 32)

Zusammenfassung

Die Rolle physikalischer Faktoren bei der Entwicklung von Kollateralen im Koronarkreislauf wurde mit Hilfe der Ameroid-Technik (1) an Hunden und Schweinen studiert. Bei Hunden wurden die Ameroidringe am ramus circum-flexus der linken Koronararterie chronisch implantiert, beim Schwein an der rechten Koronararterie. Da die Ameroidringe im Laufe von 2–3 Wochen zur Okklusion führen, läßt sich der Einfluß der Stenosierung auf die Kollateral-entwicklung abgrenzen vom Einfluß der Okklusions- und der Postokklusions-periode. Gemessen wurde am in situ schlagenden, intakten Herzen der Druck vor und hinter der Stenose bzw. Okklusion, und zwar zeitlich vor und nach erfolgter Okklusion des Gefäßes und nach abrupter Ligatur des stenosierten Gefäßes. Am frisch excedierten toten Herzen wurde dann die Anterior descendens unter einem Druck von 100 mm Hg mit einem hochviskösen Barium-Gelatine-Gemisch perfundiert, das Herz wurde nach Schlesinger (2) aufgerollt und die Kollateralentwicklung röntgenologisch beurteilt. Die sichtbaren epikardialen Kollateralgefäße wurden herausgeschnitten, fixiert und histologisch untersucht. Durch dieses experimentelle Vorgehen war es möglich, folgende Größen zu messen bzw. zu berechnen:
  1. 1.

    Den Druckgradienten über die Kollateralen als Funktion der Zeit und als Funktion des zunehmenden Stenosewiderstandes.

     
  2. 2.

    Die Radiuszunahme der Kollateralgefäße.

     
  3. 3.

    Die Zunahme des Gefäßwandvolumens und

     
  4. 4.

    Die tangentiale Wandspannung in ihrem zeitlichen Verlauf.

     

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Literatur

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  3. 3.
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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff, Darmstadt 1966

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Schaper
    • 1
  1. 1.Janssen PharmaceuticaResearch LaboratoriaBeerseBelgien

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