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Prolongierte Anwendung gepaarter und gekoppelter Herzstimulation beim Menschen

  • K. D. Scheppokat
  • O. Giebel
  • H. Harms
  • P. Kalmar
  • G. Rodewald
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung book series (2849, volume 32)

Zusammenfassung

Von allen Formen bedrohlicher tachykarder Störungen waren bis vor kurzem nur wenige elektrotherapeutischen Maßnahmen zugänglich. Die übrigen mußten, wenn medikamentöse Behandlung versagt hatte, als therapieresistent angesehen werden. 1963 wurde von Lopez und Mitarb. (3) eine Methode zur Senkung der wirksamen Ventrikelfrequenz angegeben, die darin besteht, Paare von elektrischen Stimuli zu applizieren, von denen jeweils der zweite dem ersten so dicht folgt, daß eine zweite Kammer-Depolarisation, aber noch keine hämodynamisch wirksame zweite Kammerkontraktion zustande kommt. Damit ist eine Senkung der wirksamen Herzfrequenz auf ca. die Hälfte der Kontrollfrequenz erreichbar. Neben diesem Effekt der Schlagfrequenzsenkung durch künstliche Verlängerung der Refraktärphase ergab sich am Tier und am Menschen eine die Kontraktionskraft fördernde Wirkung der gepaarten Stimulation, gemessen am Verhalten der systolischen Anstiegssteilheit der Kammerdruckkurve und des enddiastolischen Ventrikeldrucks (2). Prinzipiell dieselben Auswirkungen auf Kammerfrequenz und Hämodynamik hat die gekoppelte Stimulation, bei der man jeweils einer herzeigen ausgelösten Systole einen künstlichen Stimulus folgen läßt, der dann wieder eine elektrische Aktion ohne wirksame Kammerkontraktion auslöst (2).

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Literatur

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff, Darmstadt 1966

Authors and Affiliations

  • K. D. Scheppokat
    • 1
  • O. Giebel
    • 2
  • H. Harms
    • 1
  • P. Kalmar
    • 2
  • G. Rodewald
    • 2
  1. 1.Kreislaufabteilung der II. Medizin. Univers.-Klinik HamburgDeutschland
  2. 2.Chirurg. Univers.-KlinikHamburgDeutschland

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