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Pubertätsentwicklung und Konstitutionstypus

  • Martin Schmidt
Part of the Wissenschaftliche Jugendkunde book series (JUGENDKUNDE, volume 9)

Zusammenfassung

Die meisten Ergebnisse der Untersuchungen zu dieser Frage sind bei Tanner (48, S. 110 ff.) referiert. Als wichtigste seien hier die Feststellungen von Tanner und Healy, daß sich bei spätreifen Knaben (die hauptsächlich wegen ihrer Beinlänge auch höhere Endgrößen erreichen) verstärkt Ektomorphie, bei frühreifen verstärkt Mesomorphie findet, während für die Endomorphie kein einheitlicher Trend vorliegt, und die entsprechenden Ergebnisse von Hunt, Cooke und Galagher, die für vorwiegend Endomorphe auf früheren Eintritt in die Reifeentwicklung schließen lassen, genannt. Dupertius und Michael fanden, daß von 26 hochgradig Ektomorphen und 28 hochgradig Mesomorphen die Ektomorphen vom fünften Lebensjahr an größer, die Mesomorphen vom dritten Lebensjahr an durchgängig schwerer waren; der Wachstumsschub der Ektomorphen setzt dabei etwa ein Jahr später ein als der der Mesomorphen. Acheson und Dupertius fanden für das Skelettalter bei der gleichen Gruppe einen Entwicklungsvorsprung der Mesomorphen und einenrückstand der Ektomorphen, parallel dem Grad der Meso- bzw. Ektomorphie. Nach Untersuchungen von Barker und Stone sowie Wallau und Kraljčerček tritt die Menarche bei Mädchen mit pyknischem Habitus etwa acht Monate früher ein als bei solchen mit leptosomem Körperbau. Andere Untersuchungen bestätigen einen Zusammenhang zwischen verstärktem subkutanen Fettpolster und Frühreife bei Knaben und Mädchen.

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Copyright information

© Johann Ambrosius Barth, München 1965

Authors and Affiliations

  • Martin Schmidt
    • 1
  1. 1.KölnDeutschland

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